Rache ist süß : Fußball weg, Boxen weg, Waldi weg?

Die ARD distanziert sich von Waldemar Hartmann. Aber es könnte eine Nachfolgesendung geben: "M wie Fußball".

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Kann sein, dass die ARD-Karriere von Waldemar Hartmann schneller zu Ende geht, als sich der 64-jährige Fernsehjournalist das ausgemalt hat. Nachdem Hartmann das Vertragsangebot, „Waldis Club“ nur um ein, statt, wie von ihm gewünscht, um zwei Jahre zu verlängern, brüsk abgelehnt hat, geht die ARD ihrerseits auf Distanz. Sportkoordinator Axel Balkausky sagte dem Tagesspiegel, „hinsichtlich Herrn Hartmanns Moderatorentätigkeit bei den Boxübertragungen im Ersten halten wir uns an bestehende Verträge. Ob wir die Zusammenarbeit mit Waldemar Hartmann nach Ablauf seines aktuellen Vertrages Ende 2012 allerdings noch fortsetzen werden, werden wir uns in den kommenden Wochen überlegen.“ Dass sich die Reihen der ARD wider Hartmann schließen, zeigt sich sich auch an Balkauskys Bemerkung, wonach er Hartmanns Einlassungen über WDR-Sportchef und EM-Kommentator Steffen Simon „unpassend und unnötig“ finde. „Es gab kaum eine Sendung, die im Rahmen der Übertragungen so intensiv beworben wurde wie Waldis Club.“

Balkausky unterstrich, dass mit dem Ende von „Waldis Club“ der Sendeplatz nicht notwendigerweise aufgegeben werde: „Der hat sehr gut funktioniert.“ Natürlich würde über ein mögliches Nachfolgeformat nachgedacht, allerdings erst nach den Olympischen Sommerspielen in London. Offen blieb, ob bereits mit der ersten ARD-Länderspielübertragung im September eine Lösung gefunden sei.

Da scheint es angebracht, mal dieses Modell reinzuschlenzen. Wie wäre es mit dem Format „M wie Fußball“? Natürlich muss der glücklose ARD-Talker und echte Fußball-Versteher Reinhold Beckmann der Runde vorsitzen. Dazu kämen folgende „Männer“: Michel Friedman, Jörg Kachelmann und Margot Käßmann. Margot Käßmann? Aber ja. Liest man Titel und Besetzung zusammen, wäre jene Ironie sichtbar, auf die in „Waldis Club“ die Todesstrafe stand. jbh

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