Medien : Radio Eins gewinnt

Media-Analyse: BB Radio Spitzenreiter in der Region

Joachim Huber

Neuer Marktführer im Radiomarkt Berlin-Brandenburg: Das private BB Radio hat Antenne Brandenburg vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) als Spitzenreiter abgelöst. Nach den aktuellen Zahlen der ersten Media-Analyse 2005 müssen sich vor allem die Programmchefs der populären Privatwellen Gedanken machen: ob r.s.2, 104.6 RTL, Spreeradio oder Radio Paradiso – durchwegs Verluste, bei Hundert,6 beinahe schon dramatische. Der öffentlich-rechtliche RBB zeigt sich in der Hörergunst bedeutend stabiler, mit Radio Eins kann der Sender gar den eindeutigen Gewinner dieser Erhebung präsentieren.

Im Teilmarkt Berlin verändert sich das Bild: r.s.2 führt weiter vor dem Berliner Rundfunk und 104.6 RTL, an vierter Position liegt 88acht, gefolgt von Antenne Brandenburg (beide RBB). Und wieder kann Radio Eins die größten Zugewinne verbuchen.

Mit spürbarer Erleichterung hat der RBB die Zahlen für das im Dezember 2003 gestartete Kulturradio aufgenommen. In der Region können 56 000 Hörer erreicht werden, in Berlin sind es 37 000. Das Durchschnittsalter wird vom RBB mit 53,4 Jahren angegeben, was im Vergleich mit dem Vorgängerprogramm Radio Kultur mit 63,1 Jahren eine deutliche Verjüngung darstellt. Radio Kultur hatte in der Region 35 000 Hörer.

Der Deutschlandfunk hält in Berlin sein Publikum mit aktuell 60 000 Hörern im Wesentlichen stabil. Das Schwesterprogramm Deutschlandradio Berlin (seit 7. März Deutschlandradio Kultur) steigerte seine Akzeptanz auf 65 000 Hörer.

Nach den Zahlen für ganz Deutschland überflügeln die ARD-Radioprogramme die private Konkurrenz auch weiterhin. Die durchschnittliche Hördauer eines Radionutzers liegt bei 210 Minuten, pro Tag erreicht das Medium 81,9 Prozent der Bevölkerung.

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