• Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen": Rechte der Medien sollen entschlossener verteidigt werden

Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" : Rechte der Medien sollen entschlossener verteidigt werden

Pressefreiheit 2015: Informationskriege, Repressionen im Zeichen der nationalen Sicherheit und Gewalt bei Demonstrationen schränken Arbeit von Journalisten ein.

Pressefreiheit - auch ein Motiv für den Mainzer Rosenmontagszug
Pressefreiheit - auch ein Motiv für den Mainzer RosenmontagszugFoto: dpa

In der Mehrzahl der 180 bewerteten Länder ist die Lage für Journalisten und unabhängige Medien schlechter geworden. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2015 hervor, die Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlicht hat. Zu den wichtigsten Gründen zählt die gezielte Unterdrückung oder Manipulation der Medien in Konfliktregionen wie der Ukraine, Syrien, dem Irak und den Palästinensergebieten. Daneben missbrauchen viele Staaten den angeblich nötigen Schutz der nationalen Sicherheit, um Einschränkungen der Pressefreiheit durchzusetzen. „Wo die Kontrolle über Informationen ein strategisches Kriegsziel ist wie derzeit im Osten der Ukraine oder in Syrien, werden Journalisten zur Verfügungsmasse der Konfliktparteien“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske in Berlin.

„Wenn Propaganda und Zensur in solchen Kriegen nicht die Oberhand behalten sollen, müssen die Rechte von Journalisten und unabhängigen Medien viel entschlossener verteidigt werden.“ Immer öfter werden auch Journalisten, die über Proteste berichten, zur Zielscheibe der Gewalt von Polizei oder Demonstranten. Daneben unterdrücken in vielen Ländern Terrorgruppen, Milizen oder Verbrecherkartelle unliebsame Informationen mit Einschüchterung und skrupelloser Gewalt.

Die Rangliste der Pressefreiheit 2015 vergleicht die Situation für Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien für den Zeitraum vom 15. Oktober 2013 bis 14. Oktober 2014. Deutschland liegt in diesem Jahr auf Platz 12 (+2) hält sich damit im oberen Mittelfeld der EU-Staaten. Viele der bewaffneten Konflikte wurden auch als Informationskriege geführt. Ob in der Ukraine (Platz 129, -2), in Syrien (177, unverändert) und dem Irak (156, -3) im Gaza-Krieg zwischen Israel (101, -5) und der Hamas (Palästinensergebiete 140, -2) oder im Südsudan (125, -6): Ausnahmslos versuchten Konfliktparteien, Nachrichtenmedien als unabhängige Informationsquellen auszuschalten oder für die Zwecke der Propaganda einzuspannen. Tsp


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