Medien : Renovierte „Abendschau“

Der RBB designt Nachrichten-Sendungen neu

Till Frommann

Der RBB poliert sein Äußeres weiter auf. Vom kommenden Montag an präsentieren sich die Sendungen „Abendschau“ und „Brandenburg aktuell“ in neu gestalteten Studios.

Die „Abendschau“ orientierte sich bislang am Design des Sender Freies Berlin (SFB), doch den gibt es bekanntlich seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Hinfort also mit den Altlasten des altertümlichen Aussehens: Das Logo des SFB hatte die Form einer Schießscheibe, und deshalb tauchten auch im Studiodesign Halbkreise auf, die daran erinnern sollten. „Es war bisher schon ein schönes Studio“, sagt Friedrich Moll, Moderator der „Abendschau“. „Aber eine Sendung muss ein Gesicht haben, welches zeigt, dass man zu einer ganz bestimmten Familie gehört.“ Deshalb passten die Verantwortlichen das Äußere der Sendungen nun an das Umfeld des RBB an.

Es ist ja auch nicht allzu viel verändert worden — beispielsweise ist die Fototapete mit Blick auf Berlin geblieben, die den Hintergrund der „Abendschau“ ziert. Moll lobt die neuen blauen Flächen des Designs. Dadurch wirke das Studio „luftiger“. Neben dem Blauton, der klassischen Farbe für Nachrichtensendungen, haben die Designer Elemente in Orange bei der „Abendschau“ ergänzt, beim neuen Design von „Brandenburg aktuell“ haben sie sich für einen gelb-grünen Ton entschieden. Peter Laubenthal, Redaktionsleiter der „Abendschau“, hat sich Gedanken über die Farbauswahl gemacht: „Bei ,Brandenburg aktuell’ wurde ein grünlicherer Ton gewählt, weil es eine Sendung vom Land ist.“ Designerin Eva Kehl gibt ihm zwar Recht, ergänzt jedoch: „Wir wollten mit der etwas dunkleren Farbwahl bei der Berliner Sendung eine nächtlichere Atmosphäre schaffen.“ Auch der neue Vorspann zeige Berlin bei Nacht.

„Abendschau“ und „Brandenburg aktuell“ waren 2003 mit 28,4 und 20,8 Prozent Durchschnitts-Marktanteil die quotenstärksten Sendungen des RBB. Insgesamt gesehen ist der Sender nicht mehr Schlusslicht bei den dritten Programmen. Nach Senderangaben liege er nun „am Ende der mittleren Plätze“.

„Der Zuschauer wird sich in einem Tag an das neue Design gewöhnen“, glaubt Peter Laubenthal. Denn „nur die Verpackung ist neu, der Inhalt bleibt gleich.“

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