Rundfunk Berlin-Brandenburg : Frauen können’s besser

Claudia Nothelle wird von Intendantin Dagmar Reim vorgeschlagen. Deshalb gilt sie im Rennen um den neuen Führungsposten als Favoritin. Zukünftig wird das Fernsehen und der Hörfunk von einem Direktor geleitet.

Joachim Huber
Claudia Nothelle
Claudia Nothelle: Erst Fernseh-Chefredakteurin des RBB. Nun vielleicht Direktorin für TV und Radio? -Foto: dpa

BerlinAm 6. November ist Wahltag beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Der Rundfunkrat des Senders wird darüber abstimmen, wer vom 1. Mai 2009 an der Fernseh- und Hörfunkdirektor der Zwei-Länder-Anstalt wird. Zu diesem Zeitpunkt wird der RBB seine Fernseh- und Hörfunkdirektion zusammenlegen.

RBB-Intendantin Dagmar Reim hatte diesen Schritt als "unvermeidlich" bezeichnet. "Durch die Digitalisierung wachsen Fernsehen, Radio und auch Online immer weiter zusammen. Die Konvergenz der Medien verlangt von uns neue Strukturen", sagte Reim, die dem Rundfunkrat den notwendigen Personalvorschlag für die Doppelfunktion unterbreiten wird.

Das Gremium wird am Wahltag in vertraute Gesichter blicken – und nach Lage der Dinge möglicherweise nur in das von Claudia Nothelle. Sie arbeitet seit Mai dieses Jahres in der Doppelfunktion der Fernsehdirektorin und der Chefredakteurin des RBB-Fernsehens. Christoph Singelnstein, Hörfunkdirektor des Senders und zugleich Chef der Radiowelle Antenne Brandenburg, werden wenig Chancen auf den künftigen Chefposten zugestanden. Einen ernstzunehmenden Kandidaten von außen erwartet im Rundfunkrat niemand.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben