Medien : Schick, handlich und leistungsstark

Fotografieren, Musik hören, Daten transportieren – die Geräte werden immer kleiner und preiswerter

Markus Ehrenberg,Kurt Sagatz

Sie sind wahre Alleskönner, die neuen Digitalgeräte für unterwegs. Unkompliziert fotografieren, unendlich viel Musik hören, viele Daten transportieren, ja sogar mit dem Laptop fernsehen wird für immer mehr Menschen attraktiv, zumal die Preise beinahe im gleichen Maße fallen wie die Geräte immer kleiner werden. Wir haben aus sechs Bereichen interessante Geschenktipps für Weihnachten ausgewählt:

DIE IPOD-ALTERNATIVE

Am Anfang war der „iPod“. Doch mit weit über 300 Euro ist der MP3-Musikspieler nicht gerade billig. Konkurrent Creative hat mit dem „Zen Touch“ ein Gerät vorgestellt, dass es technisch mit dem „iPod“ durchaus aufnehmen kann. Die 20-Gigabyte-Festplatte bietet Platz für bis zu 10 000 Songs oder 300 Stunden in bester CD-Qualität. Der Akku hält bis zu 24 Stunden lang. Besonders gelungen an dem ab 200 Euro teuren Gerät ist das Touchpad, eine Art Maus-Ersatz, mit dem man sehr schnell durch den eigenen Musikfundus navigieren kann. Das Gehäuse ist gleichermaßen schick wie stabil, eine Tasche gehört genauso zum Lieferumfang wie ein Kopfhörer und die nötige Windows-Software für die Songverwaltung.

DAS HANDY ALS MOBILES BÜRO

Telefonieren mit dem Handy? Das geht auch. Darüber hinaus aber auch immer mehr: Fotografieren, Fotos versenden, E-Mails oder gar längere Texte schreiben und abschicken, Klingeltöne laden, Musiksongs hören. Zum Beispiel mit dem neuen „Nokia Communicator 9500“. Auch wenn nicht alle Websites problemlos aufs breitformatige Display gezaubert werden können – mit diesem Handy hat man Zugriff aufs World Wide Web, eine Art Büro für unterwegs (Gewicht: 222 Gramm). Das ideale Geschenk für Business-Menschen. Damit kann man mobil E-Mails austauschen (zu den Kosten siehe Kasten), per integrierter Kamera Fotos und Videos schießen, Termin- und Adressdaten verwalten, Internetinhalte anzeigen sowie Dokumente, Tabellenkalkulationen und Präsentationen erstellen – und eben auch telefonieren. Möglich macht das ein 80 Megabyte großer Speicher. Zu Hause können die Daten mühelos mit dem Computer abgeglichen werden. Der Preis: ab 668 Euro.

DIE MINI-KAMERA

Die „Digital Ixus“ von Canon gehört seit langem zu den beliebtesten Kompaktkameras. Die neue „Canon Ixus 40“ (ab 300 Euro) ist die extrem schlanke Weiterentwicklung des Erfolgsmodells. Bei ihr besteht nun überhaupt keine Gefahr mehr, dass sie in der Hemdtasche zu dick aufträgt. Trotzdem macht sie in ihrem soliden Metallgehäuse einen stabilen und schicken Eindruck. Mit den vier Megapixeln, dem Dreifach-Zoom und dem großen Zwei- Zoll-Display ist sie für jede Gelegenheit gerüstet. Allerdings hat die ansonsten sehr angenehme Kleinheit des Geräts einen nicht zu vernachlässigenden Nachteil: Der kleine Akku muss abends nachgeladen werden, damit man die „Ixus 40“ am nächsten Urlaubstag wieder mit Freude aus der Tasche zieht.

DER FERNSEHFREUND

Das „Überallfernsehen“ wird in immer mehr Gebieten Deutschlands eingeführt. Ohne Kabel oder Satellit können bis zu 27 Programme über Antenne digital und in hoher Qualität empfangen werden. Und das auch auf dem Laptop, zum Beispiel mit dem Twinhan DVB-T-Receiver, denn die kleine „Magic Box“ kommt ohne eigenes Netzteil aus. Den Strom bezieht das Gerät aus dem Windows-Laptop, mit dem es über den schnellen Datenanschluss USB 2.0 verbunden wird. Dadurch wird das komplette PAL-Bild dargestellt. Mit rund 100 Euro ist die Box sogar noch verhältnismäßig preiswert. Für wackelfreie Fernsehbilder wird allerdings ein hinreichend schneller Prozessor mit einer Taktfrequenz über ein Gigahertz benötigt.

DER SPEICHERRIESE

An die Stelle der Diskettenlaufwerke sind Speichersticks getreten, mit denen man auf einfache Weise Daten transportieren kann. Bis zu einem Gigabyte groß ist die Kapazität dieser Datenstifte. Doch es geht noch größer: Mit dem „Freecom FHD-XS 20 GB“ (185 Euro) lassen sich zwanzigmal so viele Daten wie mit dem größten Speicherstick bewegen. Dabei ist die mobile Festplatte (per USB 2.0 für PC und Mac) kaum größer als eine Scheckkarte.

DER KABELLOSE

Die mobile Freiheit der MP3-Abspielgeräte wird eigentlich nur durch den Kabelzwang für den Kopfhörer gestört. Dagegen hilft der AKG-Kopfhörer „Merlin 232“. Funk statt Kabel ist das Zauberwort dieses um 200 Euro teuren Geräts. Die Verbindung zwischen Abspielgeräten wie MP3-Playern oder Laptops und Kopfhörer wird über einen sensationell kleinen Sender hergestellt. Ein Dreikanal-Frequenzschalter am Sender sorgt für ungestörten Hifi-Empfang auch bei widrigen Bedingungen. Praktisch: Sowohl der Kopfhörer als auch der Sender verfügt über Akkus, die nach der Vollaufladung mit dem mitgelieferten Netzgerät bis zu 20 Stunden durchhalten. Und wenn der Kopfhörer nicht gebraucht wird, lässt er sich zusammengeklappt in der Transporttasche verstauen.

DIE PRODUKTSUCHE

Seit kurzem bietet die Internetsuchmaschine Google auch ein eigenes Portal für die Produktsuche an. Froogle, so der Name, durchsucht die diversen Internet-Shops und stellt die Ergebnisse auf Wunsch nach Preis gestaffelt dar. Preisunterschiede von bis zu 50 Prozent sind dabei keine Seltenheit. Mit einem weiteren Klick befindet man sich im jeweiligen Internetshop gleich auf der richtigen Produktseite. Ein guter Indikator, ob das Gerät den Wünschen entspricht, sind die Produktbesprechungen auf Amazon.

Der Preisvergleich im Netz:

www.froogle.de

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