Medien : So funktionieren die neuen 0900-Nummern

Fabian Grabowsky

Am 1. Januar hat die 0900 die 0190 abgelöst. Am 31. Dezember schaltete die Bundesnetzagentur, früher Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, die 0190er-Nummern ab. Unter der alten Nummer wird jetzt nur noch maximal zwanzig Sekunden kostenlos angesagt, welche neue Nummer an ihre Stelle getreten ist. Dass die Nummern geändert wurden, lag nicht an deren schlechten Ruf, sondern hatte vor allem einen „äußerer Anlass“, sagt Bundesnetzagentur-Sprecher Rudolf Boll: die Internationalisierung der Nummern. In anderen Ländern beginnen Servicenummern mit 0900. Die Bundesnetzagentur hat aber nicht nur einfach eine Nummer durch eine andere ersetzt. Mit der 0900 sind einige Regeländerungen verbunden, die dem Verbraucher nutzen sollen.

Erstens kann man an der Ziffer nach der 0900 die Art des Dienstes erkennen: „1“ steht für Information, „3“ für Unterhaltung und „5“ für das, was die Agentur „Dienste für Erwachsene“ nennt. Die „9“ weist auf Dialer hin. Einzelne dieser Dienste können gesperrt werden, wenn Kinder zum Beispiel keine „Dienste für Erwachsene“ erkunden sollen.

Zweitens wird bei jeder 0900er-Nummer direkt nach der Verbindung zuerst angesagt, was die Verbindung kostet.

Drittens gibt es jetzt eine Preisobergrenze: Die Anbieter dürfen nicht mehr als zwei Euro pro Minute nehmen und müssen die Verbindung spätestens nach zwei Stunden trennen. Außerdem müssen sie schon in der Werbung sagen, wie teuer ihr Angebot ist.

Viertens sind die Zeiten vorbei, in den Verbraucher den Betreiber einer Nummer nur mit größter Mühe ermitteln konnten. Zu undurchsichtig waren die Wege, auf denen die Nummern immer weiter vergeben wurden. Die 0900er sind klar zugeordnet. Auf www.bundesnetzagentur.de gibt es unter dem Stichwort „Suchmaschine“ eine bequeme Möglichkeit, um die 0900er-Anbieter herauszufinden.

www.bundesnetzagentur.de

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