Sozialplan bei "Berliner Zeitung" : Abfindungen bis zu 130 000 Euro

Der Sozialplan für Mitarbeiter der "Berliner Zeitung", die nicht in die neu gegründete Newsroom-Gesellschaft gehen, sieht Abfindungen bis zu 120 000 Euro vor. Wer freiwillig Abschied nimmt, bekommt mehr.

Die "Berliner Zeitung" im Umbruch
Die "Berliner Zeitung" im UmbruchFoto: picture alliance / dpa



Wie geht es für jene Mitarbeiter von „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ weiter, die nicht in die neu gegründete Newsroom-Gesellschaft übernommen werden? Zur Erinnerung: Die Mediengruppe DuMont hatte im Herbst verkündet, dass Abo-Zeitung und Boulevardblatt in einer Gemeinschaftsredaktion produziert werden. Die Zahl der Redaktionsmitglieder schrumpft um 50 auf 140 Mitarbeiter.

Davon arbeiten die 30 Mitarbeiter der Hauptstadt- und die Onlineredaktion bereits im neuen Newsroom. Auf übrige Stellen mussten sich die Mitarbeiter neu bewerben. Etwa 450 Bewerbungen sind eingegangen, sowohl von Stammredakteuren als externen Journalisten. Bis Ende März sollen die Stellen vergeben sein.

Nach langen Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung des Dumont-Verlages, dem Betriebsrat und Gewerkschaften gibt es nun einen Sozialplan und eine Betriebsvereinbarung. Ein DuMont-Sprecher bestätigte Eckpunkte eines Berichts der „Süddeutscher Zeitung“, wonach scheidende Mitarbeiter bei „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ , je nach Betriebszugehörigkeit, Abfindungen bis maximal 120 000 Euro angeboten werden. Mitarbeiter, die freiwillig gehen, erhalten deutlich mehr Geld als die im Sozialplan vereinbarten 120 000 Euro plus Zuschläge. In Rede stehen bis zu 130 000 Euro zuzüglich einer Prämie von 15 000 Euro. Die Maßnahmen betreffen laut Journalistenunion Berlin etwa 100 Mitarbeiter.

Dieser Zahl widerspricht der DuMont-Sprecher. „Es gibt derzeit überhaupt keine belastbaren Zahlen, weil noch Gespräche geführt werden, wir hatten über 450 qualifizierte Bewerbungen. Der Newsroom hat 50 Stellen weniger als die beiden Redaktionen bisher. Die Zahl 100 ist völlig aus der Luft gegriffen und durch nichts belegt.“ Der Betriebsrat der „Berliner Zeitung“ war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen. meh

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