Spezial-Folge aus Freiburg : Heike Makatsch wird "Tatort"-Kommissarin

Heike Makatsch ermittelt als TV-Kommissarin in Freiburg - zunächst ist nur eine Ausgabe geplant, eine Fortsetzung wird aber nicht ausgeschlossen. Hat die Schauspielerin das Potenzial eine junge Miss Marple zu werden?

Alice Hasters
Heike Makatsch wird "Tatort"-Kommissarin in Freiburg - zunächst nur einmal, eine Fortsetzung ist aber nicht ausgeschlossen.
Heike Makatsch wird "Tatort"-Kommissarin in Freiburg - zunächst nur einmal, eine Fortsetzung ist aber nicht ausgeschlossen.Foto: dpa

Heike Makatsch wird „Tatort“-Kommissarin. Als Ellen Berlinger soll die 44-Jährige in Freiburg ermitteln. Zunächst nur einmalig im Rahmen einer Spezialausgabe –eine Fortsetzung schließt der verantwortliche Südwestrundfunk (SWR) allerdings nicht aus.

2014 hatte der SWR angekündigt, den Bodensee-„Tatort“ mit Eva Mattes als Klara Blum und Sebastian Bezzel als Kai Perlmann Ende 2016 auslaufen lassen zu wollen. Dass Makatsch Wunschkandidatin für eine Spezialausgabe gilt, war bereits bekannt. Da der Drehbuchautor erkrankte, musste das Projekt jedoch um ein Jahr verschoben werden, sonst hätte Makatsch bereits dieses Jahr als „Tatort“-Kommissarin ermitteln sollen. Die nun geplante Folge mit dem Arbeitstitel „5 Minuten Himmel“ ist von Thomas Wendrich geschrieben worden, Drehstart ist laut SWR am 8.September, die Ausstrahlung ist für 2016 geplant.
In ihrer Rolle als Kommissarin Ellen Berlinger soll Makatsch als „verlorene Tochter“ in ihre baden-württembergische Heimat zurückkehren. SWR-Filmchefin Martina Zöllner beschreibt Makatschs Rolle als "komplexe Frauenfigur". Da die Schauspielerin sich in den letzten Jahren bei Fernsehproduktionen rar gemacht habe, freue sich Zöllner besonders, dass die Zusammenarbeit mit der Schauspielrin für den "Tatort" geklappt hat: "Heike Makatsch ist eine Schauspielerin mit
einem ganz besonderen Charisma und einer großen Wandlungsfähigkeit", sagte sie dem Tagesspiegel. Wer an ihrer Seite zu sehen sein wird, steht laut SWR allerdings noch nicht abschließend fest.

Neue "Tatort"-Stadt soll noch dieses Jahr bekannt gegeben werden

Nach dem das Aus für den Konstanzer „Tatort“, der rund um den Bodensee spielte, haben sich mehrere Städte im Südwesten beworben. Neben Freiburg wollen unter anderem Ulm, Mannheim und Heidelberg, Baden-Baden sowie Karlsruhe Standort für die populäre Krimireihe werden, bei der fast jeder Film von rund zehn Millionen Menschen gesehen wird. Ob Freiburg sich tatsächlich durchsetzt, ist laut SWR aber unklar. Noch dieses Jahr soll jedoch eine Entscheidung fallen, teilte eine SWR-Sprecherin mit. Das Team vom Bodensee wird noch drei Mal zu sehen sein, die nächste Folge läuft im Dezember.

"Eine junge Miss Marple"

„Tatort“-Experte François Werner, der die Website tatort-fundus.de gegründet hat, kann sich Makatsch als "junge Miss Marple" vorstellen. "Ich kann sie mir als Ermittlerin vorstellen, die das ganz charmant und witzig macht", sagte er der dpa. Auch Freiburg hat nach seiner Ansicht Potenzial "für viele gute Themen und Milieus - und für schöne Geschichten mit Frankreich und der Schweiz, weil Freiburg im Dreiländereck liegt". Trotzdem sei Freiburg "auf der deutschen Krimilandkarte ein völlig blinder Fleck". Nur 1982 habe dort mal ein „Tatort“ gespielt. "Ich finde es positiv, dass der SWR hier in eine Lücke stößt", sagte Werner.

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