„Tatort“ 2012 : Das Gute siegt nicht immer

Axel Milberg
Axel Milberg

Ein Jahr mit 35 „Tatort“-Erstausstrahlungen. 35 mal rund neun Millionen Zuschauer. Was bleibt haften? Was hat Bestand über zwölf Monate hinaus? Was brachte Abwechslung in des Deutschen liebsten Fernsehkrimi? Bestimmt der hoffnungslose Kampf des Ösi-Kommissars Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) gegen eine Gruppe serbisch-nationaler Kriegsverbrecher im Februar. Das war mit 15 Ermordeten die Folge mit den meisten Leichen. Da gab es „Kein Entkommen“. Mutiges Thema, mutiger Krimi. Mit Sicherheit auch der spektakuläre Versuch des Kieler „Tatorts“ um Kommissar Borowski (Axel Milberg), den Fall Barschel mit einem „besonderen Gast“ in dessen Todeszimmer des Genfer Hotels Beau Rivage fiktional aufzurollen. Was bleibt noch: der irre Dortmunder Kommissar Faber (Jörg Hartmann), der Alleingang von Cop Conny Mey (Nina Kunzendorf) im Frankfurter „Tatort – Es ist böse“, der Abgang von Mehmet Kurtulus als Hamburger Undercover-Mann, dem ein gewisser Til Schweiger folgen soll. Der NDR wird wissen, was er tut. Mit seiner LKA-Ermittlerin Lindholm (Maria Furtwängler) meinte es der NDR schon mal gut. Die durfte im Dezember im „Wegwerfmädchen“ zweimal in Folge ran, um die Hannoveraner Gesellschaft und einen Zwangsprostitutionsring aus den Angeln zu heben. Mit desillusionierendem Ende. Das Gute siegt nicht immer im „Tatort“. meh

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