Medien : Türken und Medien: Eingebunden

ika

Fast alle Türken in der Bundesrepublik nutzen deutsche und türkische Medien nebeneinander. Damit sei die These von der medialen Abschottung der Türken widerlegt, wies das Zentrum für Türkeistudien in Essen in einer aktuellen Studie nach. Die Zahl und die Verfügbarkeit türkischer Medien haben in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Türkische Zeitungen wie "Hürriyet" und "Türkiye" haben hier einen Vertrieb aufgebaut, Fernsehsender wie TRT und Kanal D sind über Satellit oder Kabel zu empfangen.

Die Studie untersucht auch, ob die deutschen Medien durch diese Entwicklung verdrängt oder doch ergänzt ergänzt werden. Das Ergebnis zeigt, dass zumindest die Fernsehprogramme parallel genutzt werden. Mehr als 90 Prozent aller Befragten sagten, dass sie sowohl türkische als auch deutsche Programme einschalten. Anders verhält es sich bei den Zeitungen: 73 Prozent lesen türkische Blätter, wobei "Hürriyet" mit etwa zwei Dritteln der Leser klarer Marktführer ist. Besonders die erste Zuwanderergeneration, die noch vergleichsweise schlechter Deutsch kann, bevorzugt laut Studie türkischsprachige Medien. Deutschsprachige Zeitungen lesen 41 Prozent der Türken in Deutschland. Die in Deutschland lebenden Türken nutzen "Hürriyet" und Fernsehprogramme wie TRT vor allem, um Informationen zu erhalten, die die deutschsprachige Konkurrenz nicht bietet.

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