TV-Spektakel nahe Berlin : Gericht schränkt "Utopia" ein

15 Mitspieler, zwei Kühe, eine unbeheizte Scheune in König Wusterhausen, das ist das Sat-1-Showspektakel "Utopia". Doch ein Gericht hat dem Projekt jetzt Grenzen gesetzt.

Das Sat-1-Showspektakel "Utopia" soll 2015 starten.
Das Sat-1-Showspektakel "Utopia" soll 2015 starten.Foto: dpa

Sat.1 hat Ärger mit dem geplanten Show-Spektakel „Utopia“. Der Sender darf laut einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg keine Internetplattform aufbauen, auf der die Teilnehmer von „Utopia“ Waren handeln können. Das sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag. „Utopia“ wird im kommenden Jahr in Deutschland starten.

15 Menschen sollen auf einem eigens für sie zur Verfügung gestellten Gelände in Königs Wusterhausen bei Berlin eine eigene Gemeinschaft bilden. Die Mitspieler bekommen eine unbeheizte Scheune, zwei Kühe, einige Hühner und etwas fruchtbaren Ackerboden. Das bringt ihnen die Möglichkeit, Agrarprodukte herzustellen und handeln zu können.

Gegen den Titel Utopia kann das gleichnamige Portal nicht vorgehen

Das Nachhaltigkeitsportal Utopia GmbH hatte in einem Markenstreit gegen eine Tochter des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 geklagt (Az.: 315 O 352/14). Eine Sat.1-Sprecherin betonte, dass die Utopia GmbH laut Urteil nicht gegen den Titel „Utopia“ vorgehen kann. „Diesbezügliche Ansprüche wurden im Rahmen der mündlichen Verhandlung ausdrücklich zurückgewiesen.“

Ein ganzes Jahr will der Sender die 15 Menschen beobachten. Für das Ganze hat sich die Produktionsfirma ein Areal in der Nähe von Königs Wusterhausen ausgeguckt, weshalb sich das Medienboard Berlin-Brandenburg, zuständig für die Förderung von Film- und Fernsehproduktionen, schon mal utopisch freut. „Ein so großes TV-Projekt nach Brandenburg zu holen, ist ein schöner Erfolg für den Medienstandort Berlin-Brandenburg“, sagte Geschäftsführer Elmar Giglinger. Es sei eine der größten Fernsehproduktionen des kommenden Jahres, und auch der Bürgermeister von KW und das brandenburgische Wirtschaftsministerium seien involviert gewesen. dpa/Tsp

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