Wissen-TV : "Welt der Wunder" wird Vollprogramm

Seit 17 Jahren moderiert Hendrik Hey die Sendung „Welt der Wunder“, zuerst bei ProSieben, später für RTL 2. Nun bekommt das Format einen eigenen Kanal, der bereits an diesem Mittwoch auf Sendung geht.

von
Foto: RTL2
Foto: RTL2Foto: Sonja Calvert

Die Themen von „Welt der Wunder“ sind eine bunte Mischung. Sie reicht aktuell von der Suche nach dem Bernsteinzimmer über die Ausbildung zum Fallschirmspringer bis hin zu Monsterreifen. Am Mittwoch wird aus der TV-Reihe sogar ein eigener Free-TV-Kanal. Pünktlich zu den Münchener Medientagen startet Moderator und Produzent Hendrik Hey den Wissenssender zunächst via Astra-Satellit, später soll das Programm auch in die Kabelnetze eingespeist werden.

Ob RTL 2 "Welt der Wunder" behält, muss erst verhandelt werden

Zur Zeit läuft „Welt der Wunder“ sonntags bei RTL 2 und zweimal wöchentlich auf n-tv. Ob die Zusammenarbeit nach dem Start des eigenen Senders fortgesetzt wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Im eigenen Vollprogramm sollen künftig auch Themen ihren Platz finden, die im Unterhaltungsfernsehen so nicht behandelt werden konnten. „Wir wollen mehr in die Universitäten und uns um Start-ups kümmern“, sagte Hey dem Tagesspiegel. Wissenschaftliche Sendungen zum Beispiel über die Bio-Technologie ließen sich nicht in zehn Minuten abhandeln. „Für solche Themen gibt es eine ausreichend große Zuschauerschaft“, ist sich Hey, der die Wissenssendung seit 17 Jahren macht, sicher.

Welt der Wunder TV soll sowohl Natursendungen, historische Abhandlungen, Berichte über angewandte Forschungsergebnisse, aber vor allem auch weiterhin viel Lebenshilfe umfassen. Dazu gehören Tipps zum Spritsparen beim Autofahren genauso wie Tests von Allesschneidern oder Fitness-Anleitungen.

Das Vollprogramm von "Welt der Wunder" soll sich über Werbung finanzieren

Hinter den „Welt der Wunder“-Aktivitäten stehen derzeit rund 60 Mitarbeiter. In Zukunft wird deren Aufgabe verstärkt im Sendebetrieb liegen, die Produktion der Sendungen soll zunehmend nach außen verlagert werden. Zur Finanzierung setzt Hey auf die Werbewirtschaft: „Ich bin sehr davon überzeugt, dass sich auf Welt der Wunder TV die richtigen Zuschauer für Markenartikler finden werden“, hofft Hendrik Hey. Kurt Sagatz

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar