Medien : WM-Rechte: Welt-Monopol Kirch bekommt die globalen Fußball-WM-Rechte 2002 und 2006

Die Kirch-Gruppe wird auch die außereuropäischen Fernsehrechte für die Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 übernehmen. Zu dieser Monopolstellung verhalf ihr der Bankrott des Schweizer Sportvermarkters ISMM, aus dessen Konkursmasse die Kirch-Gruppe die ihr noch fehlenden Übertragungsrechte übernimmt. Dies teilte ein Unternehmenssprecher am Montag in München mit. Die bei der Kirch-Gruppe liegende Option auf diese Rechte wurde noch im Laufe des Montags und damit vor Ablauf der Erwerbsfrist um Mitternacht gezogen.

Die Kirch-Gruppe hat für die in Südkorea und Japan beziehungsweise in Deutschland stattfindenden Weltmeisterschaften bereits die Senderechte für Europa und die USA. Nun erwirbt sie auch noch die bei der ISMM-Tochter ISL liegenden Rechte für die Ausstrahlung in Afrika, Asien und Ozeanien. Das Volumen der Rechte beträgt rund 1,8 Milliarden Mark. Die heiß begehrte Ware dürfte sich für die Kirch-Gruppe lohnend in andere Länder verkaufen lassen. Verträge bestehen bereits jetzt für die WM 2002 in Japan und Südkorea sowie zum Teil auch für die WM 2006 in Deutschland. Kirch kann in diese Verträge problemlos einsteigen.

Die ISMM und ihre Vermarktungs-Tochterfirma ISL gerieten durch Fehlinvestitionen und Spekulationen im Tennis, US-Autorennsport und im brasilianischen Vereinsfußball in die finanzielle Schieflage. Sie waren im Mai vom zuständigen Schweizer Konkursgericht endgültig für bankrott erklärt worden. Aufgrund der bestehenden Verträge unter anderem mit dem Internationalen Fußballverband (FIFA) fiel der Kirch-Gruppe dabei eine Option auf die ISL-Senderechte zu.

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