Zeitungsmarkt : Neven DuMont: "Berlin ist hart"

Konstantin Neven DuMont mag Metropolen. Und er glaubt, dass die Menschen auch in der schönen neuen Medienwelt mindestens noch 30 Jahre und länger Zeitungen lesen werden.

Sandra Dassler

Insofern erübrigt sich fast die Frage, warum das Kölner Zeitungshaus M. DuMont Schauberg, in dem Konstantin Neven DuMont seit 1998 Geschäftsführer ist, unter anderem die „Berliner Zeitung“ und den „Berliner Kurier“ vom britischen Medien-Investor David Montgomery kaufen will. „Berlin ist eine spannende Stadt, da ist viel in Bewegung“, sagte der 39-Jährige dem Tagesspiegel.

Genauer wollte sich Neven DuMont, der auf dem Kongress „Zeitung macht Schule“ in Schwerin sprach, nicht zu den Plänen des Unternehmens in Berlin äußern. Schließlich müssten noch das Bundeskartellamt und die Hauptversammlung von Montgomerys Medien-Holding Mecom dem Verkauf zustimmen, sagte er. Deshalb sei er auch noch nicht bei der „Berliner Zeitung“ gewesen und lehne jeden Kommentar zur Zukunft des jetzigen Geschäftsführers und Chefredakteurs der „Berliner Zeitung“, Josef Depenbrock, ab.

Dass Redaktionen eines Verlagshauses miteinander kooperieren, hält Neven DuMont für selbstverständlich. „Wir praktizieren das ja bereits bei unseren Zeitungen.“ Solche Sätze nährten Spekulationen, wonach es nach dem Kauf der „Berliner Zeitung“ zu einer engen Zusammenarbeit mit dem DuMont-Blatt „Frankfurter Rundschau“ kommen könnte. Neven DuMont sagte nur, der Berliner Zeitungsmarkt sei hart, es lasse sich nicht ausschließen, dass der eine oder andere Titel nicht überlebe. Sandra Dassler

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