Zu alt für "Zimmer frei"? : Christine Westermann kritisiert Ende der Show

Doch kein harmonisches Ende des WDR-Talks "Zimmer frei!": Christine Westermann ärgert sich, dass der Sender mehr auf das Alter der Moderatoren achtet als auf die Menschen, die die Sendung erreicht.

Götz Alsmann und Christine Westermann
Götz Alsmann und Christine WestermannFoto: WDR/Herby Sachs

Die Moderatorin Christine Westermann (66) bedauert die Einstellung der Sendung „Zimmer frei!“ und schreibt die Entscheidung des WDR ihrem Alter zu. „Der Sender setzt jetzt auf die 35- bis 50-jährigen Zuschauer, diesem Alter sollen auch die Fernsehgesichter entsprechen“, sagte Westermann der „Bild am Sonntag“. Dem widersprach WDR-Unterhaltungschef Siegmund Grewenig. Das im nächsten Jahr anstehende Ende der Sendung habe man gemeinsam mit Westermann und Alsmann entschieden, sagte er in einer Mitteilung vom Sonntag. „Dabei spielte das Alter der beiden keine Rolle. Für uns ist grundsätzlich entscheidend: Die Programme des WDR müssen sich weiterentwickeln - diese Verantwortung haben wir auch gegenüber unserem Publikum.“

Man habe ihr schon vor zwei Jahren zu verstehen gegeben, dass sie zu alt für die Sendung sei, sagte dagegen Westermann der Zeitung. „Es ist ein bisschen schade, dass für den Sender eher die Zahl der Jahre zählt und nicht, was für ein Mensch dahinter steht. Was er kann, wie er ist.“ Sie habe deshalb mit Co-Moderator Götz Alsmann (57) entschieden, nach 20 Jahren aufzuhören. Das Ende hatte sich abgezeichnet, nachdem im zweiten Halbjahr 2014 gerade einmal sieben Ausgaben von "Zimmer frei!" ausgestrahlt wurden.
Mitte 2016 soll mit einer großen Jubiläums-Show Schluss sein. Eigentlich als Lückenfüller geplant, hatte sich „Zimmer frei!“ schnell zum Dauerbrenner mit eingeschworener Fangemeinde entwickelt. In der Sendung haben die Moderatoren jeweils einen Prominenten zu Gast, der sich als Mitbewohner einer fiktiven Wohngemeinschaft bewähren muss.

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