Zu meinem ÄRGER : Keine Sexseiten für Kinder!

Herr Beckmann, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Haben Sie schon mal eine Videotext- Kritik gelesen? Ich nicht. Zeit, darauf aufmerksam zu machen, was RTL 2 in der Austastlücke so sendet. Auf der ersten Seite – ein Knopfdruck vom Kinderprogramm entfernt – wird für „heiße Liebe für 14 Cent“ geworben, für „Lolitas 19 plus“ und „Nahaufnahmen von unten“. Privatsender müssen Geld verdienen. Aber haben sie das nötig? Schaut hin, liebe Jugendschützer. Kinder tun es auch. Täglich sehen diese Sexseiten laut Medienforschung rund 10 000 Kinder.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Alle gucken „Dr. House“ – ich auch. Am Dienstag ist etwas Tolles passiert: Ich habe fast verstanden, um welche Krankheit es ging. Das ist oft nicht leicht bei Dr. House. Er findet Krankheiten, von denen ich nicht mal weiß, wie man sie schreibt. Was findet man an der Serie? Die Symptome sind klar; starkes Mitfiebern und Niedergeschlagenheit, wenn man die Sendung verpasst. Meine Diagnose: Dr. House macht süchtig! Ich muss ein Heilmittel finden. Ich werde dranbleiben. Dr. House hätte das auch gemacht.

Frank Beckmann

Programmgeschäftsführer des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals KI.KA mit Sitz in Erfurt

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben