Zu meinem Ärger : Wen interessieren die „Spielchen“?

RBB-Moderatorin Britta Elm freut und ärgert sich über die Medienwoche.

Foto: RBB
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Frau Elm, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Die Berichterstattung über den Kachelmann-Prozess in den bunten Medien finde ich zutiefst abstoßend. Weder hat es einen Nachrichtenwert, in welchem Outfit die Freundinnen von Herrn Kachelmann ihn empfangen haben, noch zu welchen „Spielchen“ sie sich hingegeben haben sollen. Ich will nicht mit der x-ten „Ex-Geliebten“ und anderen Privatheiten konfrontiert werden. Allein das Urteil und der Verlauf des Prozesses sind spannend. Und darüber lässt es sich auch ganz nachrichtlich berichten.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich gefreut haben?

Wie Maybrit Illner auf die Moderation des „heute-journals“ verzichtete ohne viel Tamtam (nach der Wohnungsdurchsuchung bei Ehemann René Obermann, dem Telekom-Vorstandschef, Anm. d.Red.). Da könnte sich so mancher, der an seinem Posten klebt, ein Beispiel nehmen. Großartig war der Start der Familienserie „Weissensee“. Dickes Lob an das hervorragende Schauspielerensemble: Katrin Sass und Uwe Kockisch sind sagenhaft. Außerdem ist die Ausstattung detailgetreu bis hin zur Eiswaffel – die eben eine Muschel und keine Tüte war.

Was ist Ihre Lieblingswebsite?

Falls Sie neugierige Kinder haben, die immer alles genau wissen wollen: Klicken Sie doch mal auf www.regierenkapieren.de. Das ist die „junge Seite der Bundesregierung“, da werden alle Fragen zum Thema „Wie wird das Land regiert?“ kindgerecht aufbereitet. Putzig: Das gesamte Kabinett präsentiert sich sehr „privat“. So können wir zum Beispiel sehen, wie die Damen und Herren Regierenden als Schulkinder aussahen.

Britta Elm

moderiert die RBB-Sendung „zibb – zuhause in Berlin

& Brandenburg“.

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