Mohamed Nehme : Mein erster Job

Mohamed Nehme (8. Klasse)

Ich heiße Jimmy und ich arbeite heute zum ersten Mal, und zwar als Zeitungsjunge. Ich war so aufgeregt und konnte fast die ganze Nacht nicht schlafen. Schon mit geöffneten Augen lag ich im Bett, als der Wecker um 6 Uhr klingelte. Ich zog mich schnell an, nahm mir ein Käsebrot und ging los, um die Zeitungen abzuholen. Mit meinem neuen roten Mountainbike, das ich von meinem Vater zum Geburtstag bekommen hatte, fuhr ich zur Verteilerstelle. Der Chef was so nett, er drückte mir einen Zettel in die Hand, auf dem geschrieben stand, an welche Häuser die Zeitungen verteilt werden mussten. Als ich an dem ersten Haus ankam, schmiss ich die Zeitung versehentlich auf einen Fressnapf, der mit Wasser gefüllt war. Beim nächsten Haus hatte ich mit meiner "Wurftechnik" ebenfalls Pech: Die Zeitung landete auf dem Dach.

An der dritten Haustür traf ich mit der Zeitung einen Hund, der sehr gefährlich aussah. Er war verärgert und stürmte zum Zaun, sodass ich Angst bekam. Eigentlich wollte ich mich noch beim ihm entschuldigen, aber als er dann laut anfing zu bellen, nahm ich sofort mein Fahrrad und fuhr so schnell ich konnte fort. Aber der Hund war schnell, er gab nicht auf. Erst an der nächsten Kreuzung konnte ich ihn abhängen. Als der Hund verschwunden war, schaute ich auf meinen grünen Zettel. Ich musste nur noch eine Haustür beliefern. Dann endlich war meine Zeitungsrunde geschafft.

Ein Haus noch, aber diesmal wollte ich es richtig machen. Also stieg ich von meinem Fahrrad ab und legte die Zeitung auf den Boden. Auf einmal, als ich mich umdrehte, sah ich nur noch einen Schatten und mein rotes Mountainbike war nicht mehr da. Ich schrie ganz laut, aber der Kerl war schon weit weg. Nun war das Rad weg. Aber glücklicherweise konnte ich mir mit dem Geld, das ich nun verdiente, ein neues Fahrrad kaufen. Aber ich hatte noch ein Problem: Ich musste den langen Weg zurück ins Büro laufen. So war nun mein erster Arbeitstag gewesen: gefährlich. Ich wurde von einer wilden Bestie bedroht und von einem Dieb bestohlen. Darüber hinaus bekam ich noch Ärger von meinem Chef , denn als ich das Verteilerbüro betrat, knurrte er: "Wir sind doch hier nicht in Amerika." Die Bemerkung bezog sich auf meine Art und Weise, wie ich Zeitungen auslieferte.

Als ich endlich zuhause ankam, war ich so müde und erschöpft, dass ich mich nur noch in mein Bett legte und sofort einschlief.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben