• Der Modeblog des Tagesspiegel berichtet über Mode in Berlin und der Welt, die Mercedes-Benz Fashion Week und Berliner Nachwuchsdesigner

Der Modeblog des Tagesspiegel : Popup in Berlin

Wie Pilze schießen die Popup-Shops in der Vorweihnachtszeit aus dem Boden. Wir haben da ein paar Tipps in Berlin. Das und mehr in unserem Blog.

von , und Bettina Homann
Esther Perbandt.
Esther Perbandt.Foto: promo

Dienstag, 29. November: Hauptsache Italien! Es geht aber diesmal nicht um mögliche Verträge von Fußballprofis, sondern um italienische Mode Made in Berlin:

Freitag, 25. November: Wie Pilze schießen die Popup-Shops in der Vorweihnachtszeit aus dem Boden.

Das Berliner Label „das Cape Mädchen“ haben wir ja schon einmal in epischer Länge vorgestellt hier nun eine kurze Version vom 24. Bis 26. November verkaufen sie ihre Capes zusammen mit Interior und anderen schönen Dingen in der Rosa-Luxemburg-Straße 16 in Mitte. Geöffnet ist von 11 bis 19 Uhr.

Und auch Folkdays, einst als Onlineshop für fair gehandelte Dinge gestartet, hat sich längst einen Laden in Berlin gesucht. Während der Weihnachtszeit (bis Heiligabend) gibt es einen zweiten Verkaufsraum für weitere Marken, die sich dem fairen Handel verschrieben haben, unter ihnen Und Gretel (Kosmetik), Einhorn (Kondome) und Minga Berlin (Socken und Strümpfe).

Und weil auch Designer wissen, dass die meisten Menschen jetzt bereit zum Geldausgeben sind, erleichtern sie es mit der ein oder anderen Rabattaktion. Wie an diesem Samstag die Designerin Esther Perbandt, in ihrem Shop in der Almstadtstraße 3 in Mitte verkauft sie  von 13-19 Uhr Teile aus vergangenen Kollektionen, Musterteile und Schuhe,  die bei ihren Schauen getragen wurden. Und auch das Brillenhaus Mykita verkauft an zwei Wochenenden Musterteile bis zu 70 Prozent günstiger: Sonnen- und Korrekturbrillen in seinem schönen neuen Firmensitz in der Ritterstraße 3 in Kreuzberg. Am 26  und 27 November und vom 2. Bis 4. Dezember von 12 bis 18 Uhr.

 

 

Very British. Topshop am Oxford Circus.
Very British. Topshop am Oxford Circus.Foto: promo

Montag, 14. November: Poncho aus Wolle, vegane Jeans: Wer immer noch denkt, dass ökolgisch korrekte Kleidung unmodisch ist, der sollte mal zu Wunderwerk gehen. Nun auch in Berlin. Hier geht es zum Text: "Öko als neuer Standard" von Grit Thönnissen.

Freitag, 11. November (II): Wir hätten da ein paar Termine im Angebot:

Auf die Geschenke. Gibt es eigentlich eine Regel, wann man mit dem Kauf von Weihnachtsgeschenken beginnen sollte? Im Gegensatz zur Zurückhaltung beim Verzehr von Lebkuchen und Zimtsternen könnte die lauten: Es kann nie früh genug sein. Deshalb eröffnet der Pop-Up-Shop „Designachten“ in den Neukölln Arcaden in der Karl-Marx-Straße 66 auch schon eine Woche vor dem 1. Advent am 17. November. Wie der Name schon sagt, gibt es hier Weihnachtsgeschenke von 21 Designern. Die gehören alle zum Neuköllner Modenetzwerk „Nemona“. Zum Auftakt gibt es eine Modenschau um 18 Uhr, in denen neben Models echte Neuköllner zeigen können, wie schön sie sind.
Von der Taille zur Bluse. Für die Frau von heute ist die Bluse ein sehr vertrautes Kleidungsstück, aber was hat man sich unter einer Taille vorzustellen? Wäre man eine Frau des 19. Jahrhunderts, würde man diese Frage wahrscheinlich anders herum stellen. Die Taille, auch als Corsage bekannt, war das wichtigste Kleidungsstück in der Damenmode: Sie betonte die Körpermitte schnürte sie ein und gab ihr eine manchmal fast absurde Form. Die Frauen waren dadurch zur Unbeweglichkeit verdammt. Arbeit war damit unmöglich. Das änderte sich Anfang des 20. Jahrhunderts, als mit den Reformkleidern auch die Bluse zur Alltagsgarderobe wurde. Dagmar Neuland-Kitzerow, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums für europäische Kulturen und ihre Kollegin Michaela Lederle erzählen am 16. November um 18 Uhr im Vortragssaal des Kunstgewerbemuseums im Kulturforum wie sich mit der Kleidung auch die Gesellschaft veränderte. Es ist immer wieder gut, sich vor Augen zu führen, dass es noch nicht lange her ist, dass die Unbeweglichkeit und das Eingeschnürtsein der Frau das größte Ideal war.
Noch mal Neukölln. Schon an diesem Wochenende kann man mit der Shoppingtour für Weihnachten in Neukölln beginnen. Bereits zum siebten Mal laden mehr als 20 Läden rund um die Weserstraße von 14 bis 10 Uhr zur Neukölln Shopping Nacht ein. Angeboten wird von Ökomode über Schnickschnack bis hin zu Designobjekten und Vintagekleidung alles, was ins neue, hippe Universum Neuköllns passt. Und wie sich das für solche Art Events gehört, gibt es neben besonderen Angeboten auch Getränke und Musik von echten Djs.
Das ist Top. Die britische Modekette Topshop eröffnet am 17. November ihren ersten richtigen Laden in Deutschland. In Zeiten des Onlineshopping ist es eigentlich keine große Sache mehr, aber wer schon mal in der Londoner City ein paar Stunden in einem der großen Shops versackt ist, weiß, welchen Reiz das sehr bunte und qualitativ sehr unterschiedliche Kleiderwirrwarr auf die Sinne ausüben kann. In der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz wurde für den britischen Modehändler jetzt eine Menge Platz freigeräumt. Auf drei Etagen gibt es auf mehr als 1300 Quadratmetern Kleidung für Frauen und Männer.

Freitag, 11. November: Rein in den verregneten Karneval, am besten mit einem Friesennerz von Stutterheim. Ein großer Bericht von Grit Thönnissen.

Nass ist schön. Die Mäntel von Stutterheim kommen bei schlechtem Wetter erst richtig zur Geltung.
Nass ist schön. Die Mäntel von Stutterheim kommen bei schlechtem Wetter erst richtig zur Geltung.Foto: promo

Freitag, 4. November (III): Vielleicht hat die Schulleiter einfach der Anblick der leeren Aula geschmerzt, auf jeden Fall lädt sich die Modeschule Esmod jetzt jeden Mittwoch Gäste in ihr schönes altes Schulhaus. Unter dem Motto „Meetwoch“ kommen Fachleute nach Kreuzberg und diskutieren mit den Modestudenten über Themen aus der Mode. Zum Beispiel am Mittwoch den 9. November um 17 Uhr, da stellt die Shoppingberaterin Kathrin Hunold ihr Buch „Stil: der perfekte Look für jede Frau“ vor. Und das ist genauso praxisnah gemeint, wie es klingt. Mit Farbkarten, vielen Fotos und Tipps soll jede Frau endlich froh und glücklich mit ihrem Stil werden. Immerhin ist das Kathrin Hunolds tägliches Brot – sie schaut in fremde Kleiderschränke und begleitet orientierungssuchende Frauen beim Shoppen, aber auch Firmen können sie buchen um das Erscheinungsbild ihrer Mitarbeiter auf Vordermann zu bringen.

Ab Mittwoch den 9. November lädt die Modeschule Esmod jede Woche zum „Meetwoch“, die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Görlitzer Straße 51 in Kreuzberg.

Freitag, 4. November (II): Unser Lieblingsstück der Woche ist eine Laptoptasche bei Horizn in der Alten Schönhauser Straße in Mitte: Dass schön und praktisch so gelungen zusammenkommen, ist selten: Die Laptoptaschen von Horizn, die es in mehreren Größen und Farben gibt, sind auf Wunsch mit Smart Charger ausgestattet, so dass das Gerät auf dem Weg von einem Termin zum nächsten aufgeladen werden kann. Horizn wurde 2015 von Stefan Holwe in Berlin gegründet, neben Laptoptaschen, sind Handtaschen, Shopper und Reisetaschen im Programm. Alle Taschen sind aus handschmeichelndem italienischem Nappaleder gefertigt, anstelle des Labelnamens ziert sie ein feiner goldener Streifen. Stilvolles Accessoire für digitale Nomaden.

Unser Lieblingsstück der Woche.
Unser Lieblingsstück der Woche.Foto: promo

Wo liegt es? Die Auswahl an Taschen und Gepäckstücken gibt es ausschließlich im Berliner Store oder online zu kaufen. „Cut-out-the-Middlemen“ heißt das Prinzip, bei dem auf Zwischenhändler verzichtet wird, wodurch die Preise trotz hoher Qualität erschwinglich bleiben.
Wie teuer? Je nach Größe 190–220 Euro. Alte Schönhauser Straße 34, Berlin-Mitte, www.horizn-studios.com

Freitag, 4. November: Die Frau hat Power, Grit Thönnissen hat Donna Carpenter vom Snowboardhersteller Burton interviewt. Auf die Bretter, Mädels!

Freitag, 14. Oktober: "Everything You Can Imagine is Real" - Die Ausstellung im Bikini Berlin zeigt einzigartige Papierkostüme von Bea Szenfeld aus ihrer Kollektion "Haute Papier". Die Ausstellung läuft noch bis Ende Oktober.

Hand in Hand.
Hand in Hand.Foto: promo

Dienstag, 11. Oktober: Da geht er nun, der gute Manuel (Almeida Vergara). Schade, aber Frankfurt am Main ist ja auch schon. Und dann geht er ja nicht gerade zu einer schlechten Adresse (nein, nicht die FAZ - die andere). Wir wünschen uns viel Glück! Und vielen Dank, Manuel. Du warst eine Wucht! Wir werden Dich vermissen! Schnief... und... ach schauen wir mal. Zum Abschied hat Manuel noch die Modeszene von Budapest beäugt. Hier sein erst mal letzter Arbeitsnachweis für uns: Grüße aus Budapest.

Donnerstag, 6. Oktober (II): Die Schauspielerin Eva Mattes ist eine Frau, die sich traut, so zu sein, wie sie ist. Dass das mit gängigen Schönheitsidealen kollidiert – zu dick! zu wenig gestylt! –, ist ihr egal. Was Schönheit ihrer Ansicht nach ausmacht, erzählt sie im großen Interview mit uns.

Donnerstag, 6. Oktober (I): Ja, es gibt uns noch. Sommerschlaf ist vorbei. Versprochen.

Jetzt auch in Berlin. Anine Bing.
Jetzt auch in Berlin. Anine Bing.Foto: promo

Dienstag, 16. August: Die Chala-Sandalen gibt es in diversen Variationen vom Marathon-Modell bis zum Modell „Berlin“, dessen dickere Sohle ein Tribut an die vielen Scherben auf den Gehwegen ist. Ariane Bemmer hat sich bei Chala umgeschaut, hier ist das Ergebnis.

Sonntag, 14 August (II): Noch mehr Dänisch. Wer denkt, Jeans, T-Shirt und Lederjacke kann doch jeder anziehen und gut aussehen, irrt sich dagegen auf jeden Fall. Da muss man einiges beachten, so wie Anine Bing das gemacht hat, weshalb es ihr laut „Vogue“ gelang, daraus einen „Signature-Look“ zu kreieren, den sie dann über ihr Blog und Instagram so perfekt vermarktete, dass sie bald Shops in Los Angeles, Madrid, Paris, Antwerpen und New York mit ihrer Mode füllen konnte. Und nun kommt sie nach Berlin-Mitte, in die Rosa-Luxemburg-Straße. Anine Bing selbst stammt übrigens aus Dänemark. Wie das doch passt: Anine Bing, Rosa-Luxemburg-Straße 9–13, 10178 Berlin.

Sonntag, 14. August (I): Tak tak! Spricht das nun für oder gegen Neukölln? In dem wahrscheinlich buntesten und vielseitigsten der Berliner In-Bezirke wird jetzt Mode aus Skandinavien verkauft, die in ihrer überwiegenden Erscheinungsform ja eher weniger bunt und vielseitig ist. Das dänische Label SOS The Studio hat nach seinem Shop in der Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte jetzt in der Friedelstraße einen Laden eröffnet und zeigt dort Kleider, Röcke, Hosen und Shirts, die in Schnitt wie Farbe eher reduziert daherkommen. Auch die Einrichtung ist skandinavisch-schlicht. Ob das eine wohltuende Abwechslung ist oder ein Irrtum, wird sich zeigen. Wer Lust hat vorbeizuschauen: SOS The Studio, Friedelstraße 34, 12047 Berlin-Neukölln.

Sieht schau aus. FC-St.-Pauli-Geschäftsführer Rettig (links) mit Jeans-Devotionale.
Sieht schau aus. FC-St.-Pauli-Geschäftsführer Rettig (links) mit Jeans-Devotionale.Foto: promo

Donnerstag, 11. August: Dresscode Levi’s am Millerntor. Was auch sonst? Die Fans des Fußball-Zweitligisten tragen ja wohl eher nicht die ganz exklusiven Marken. Sponsor war die US-amerikanische Jeansmarke schon beim Hamburger Kiezklub, nun steigt Levi’s in die zweithöchste Sponsor-Kategorie „Herz“ des FC St. Pauli auf und baut damit die Kooperation mit dem Klub auf mehreren Ebenen aus, wie es heißt.

Andreas Rettig, kaufmännischer Geschäftsleiter des FC St. Pauli, wird wie folgt zitiert: „Levi`s und St. Pauli bilden eine starke und authentische Einheit – das haben die bisherigen Projekte wie der Adventskalender und das Stadtteil-Shirt eindrucksvoll bewiesen. Von beiden Seiten aus gab es frühzeitig das Signal, die Zusammenarbeit zu intensivieren und vor allem im sozialen Bereich neue und einzigartige Impulse setzen zu wollen. Wir freuen uns, weitere spannende Projekte mit Levi`s umzusetzen – auch weil wir überzeugt sind, dass wir damit einiges bewegen können.“

Montag, 8. August: Von Berlin 1936 bis Rio 2016: bis Olympioniken mit technisch ausgefeilten Schuhen auszustatten, lohnt sich. Nicht selten werden die olympischen Turnschuhe später von vielen im Alltag getragen. Maria Hunstig vom Fachmagazin „Sportswear International“ hat das für uns betrachtet, Grit Thönnissen hat noch Bilder von Schuhen dazugestellt - von Michael Johnson bis Steffi Graf. Lesen lohnt sich: "Worin laufen sie denn?!"

Freitag, 5. August: Fast wirkt sein Laden für Kinderturnschuhe wie ein soziologisches Experiment mitten in Neukölln, zwischen Karl-Marx-Straße und Sonnenallee. Da ist die junge Mutter, die die richtigen Turnschuhe für ihr Kleinkind sucht. Drei halbwüchsige Jungs aus dem Kiez rufen von der Tür aus rein: „Ey, hast du Nike?“ Kwon Kim seufzt: „Das habe ich euch doch schon gesagt, nein. Und willst du nicht lieber Turnschuhe, die nicht jeder hat?“

Schwellenangst gibt es bei Yumalove nicht. Die Tür steht weit offen, gleich am Eingang sind die ersten Schuhe auf kleinen bunten Podesten ausgestellt, die aus einem weißen, selbst gebauten Regal ragen.
Hier geht es zum ganzen Text: "Ey Alter, hast du Turnschuh?"

Mittwoch. 3. August: Was auf den Deckel bekommen: Gullyprint ist angesagt in Berlin, den Wasserwerken sei Dank - die haben 500 Schmuckdeckel in Berlin gelegt. Nun ist sogar die Kanalisation hip - das findet zumindest unsere Autorin Julia Müller. Hier geht es zum Text.

Hier spielt der FC. Das Logo des Fashion Council Germany.
Hier spielt der FC. Das Logo des Fashion Council Germany.Foto: promo

Dienstag, 2. August (II): Hinter dem FC Germany verbirgt sich nicht etwa eine neue Supermannschaft des deutschen Fußballs, sondern der vor anderthalb Jahren gegründete deutsche Moderat. Auch wenn der Name Fashion Council abgekürzt wie ein Witz klingt, hat das Netzwerk inzwischen einiges auf die Beine gestellt. Dass war zuletzt auf der Berliner Modewoche Ende Juni zu besichtigen. In der amerikanischen Botschaft zeigten vier deutsche Designer, was man aus alten Jeans alles machen kann, vier andere hatten ihre Entwürfe mit bunten Glassteinen von Swarowski verziert. Auch ein neues Förderprogramm wurde vom Vorstand unter der Leitung von Christiane Arp, Chefredakteurin der deutschen Vogue, vorgestellt. Dafür hat sich das Fashion Council mit dem schwedischen Modeunternehmen H&M zusammengetan. Was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, Bekleidung für den Massenmarkt und Designermode, funktioniert in Stockholm schon seit Jahrzehnten als Nachwuchsförderung. Kaum ein Designer in Schweden hat nicht am Anfang seiner Karriere für H&M gearbeitet, bevor er sich selbstständig machte. In den Genuss sollen nun auch ausgewählte deutsche Designer kommen, ab Januar 2017 dürfen sie für zwei Jahre in verschiedenen Abteilungen mitarbeiten. Die erste Förderrunde ist schon vorbei: Ein Jahr lang wurden Marina Hoermanseder und Nobieh Talaei beraten, wie sie ihre Label wirtschaftlich und kreativ entwickeln können. Das scheint sich gelohnt zu haben, Nobieh Talaei präsentiert ihre dritte Kollektion nicht mehr in Berlin, sondern mit einer Schau in Paris. Infos unter: fashion-council-germany.org

Dienstag, 2. August (I): Mit ein bisschen Öko schmücken sich heute viele Modefirmen gern. Für ein kleines Label wie Philomena Zanetti ist es ungleich schwerer, nachhaltige Mode anzubieten. Designerin Julia Leifert muss auf das Vertrauen ihrer Kunden setzen, dass sie es richtig macht. Der jüngste Aufmacher von der gedruckten Modeseite im Tagesspiegel, jetzt hier auch Online nachzulesen.

Mit Berlin. Der Fernsehturm am Strumpf.
Mit Berlin. Der Fernsehturm am Strumpf.Foto: promo

Freitag, 29. Juli (II): Wolford wird eine Hausnummer am Kudamm (48-49) und zwar am 7. September. Laut Pressetext gibt es „visionäres Design, warme Atmosphäre und exklusive Produkte“. Auf 86 Quadratmetern Gesamtfläche steht die Legwear beim Bregenzer Modeunternehmen im Vordergrund. Es wird eine Legwear-Gallery geben und noch vieles mehr. Für die Gestaltung verantwortlich ist das renommierte Pariser Architekturbüro Rena Dumas Architecture Intérieure (RDAI). Wir sind gespannt und schauen dann mal vorbei...

Freitag, 29 Juli (I): Und noch mal Levi's, die Jeans lassen uns nicht los: Albert Einsteins braune Levi’s-Lederjacke „Cossack“ kann (wer Geld hat, viel Geld hat) bei einer Versteigerung des traditionsreichen Auktionshauses Christie’s erstehen. Sie wurde angeblich Mitte der 1930er Jahre von Albert Einstein erworben. In dieser Zeit trat der Nobelpreisträger die amerikanische Staatsbürgerschaft an und trug die Jacke regelmäßig. Albert Einstein wurde in der besagten Lederjacke oft fotografiert, so entstand im Jahr 1938 das berühmte Foto von Lotte Jacobi, welches im Anhang zu sehen ist. Online wird die berühmte Lederjacke und ihre Geschichte hier von Christie's ausgestellt,

So sieht das aus. Bei H&M/Kenzo.
So sieht das aus. Bei H&M/Kenzo.Foto: promo

Dienstag, 26. Juli (II): Über H&M und Keno hatten wir ja an dieser Stelle schon geschrieben, nun werden die ersten Kenzo/H&M-Looks enthüllt. Promo-Text: "Jedes dieser Outfits steht für die typischen Prints, Farben und die Persönlichkeit der Kollaboration. Die Lookbook-Bilder wurden mit verschiedensten Künstlern, jungen Kreativen und Aktivisten geshootet, die gleichzeitig Ambassadore der KENZO x H&M-Kollektion sind." Aha, "geshoootet" und "Ambassadore" - irgendwie erwartet man da, dass die Heidi hinterm Vorhang hervorspringt und ihren Satz sagt: ("Ich habe leider kein Foto für dich"). Geshootet und nicht geschüttelt halt.

Dienstag, 26. Juli (I): Die „505“ von Levis erblickte 1967 das Licht der Welt, Levi's präsentierte nun der Herbst-Winterkollektion 2016 die 505C, eine modernisierte Version des 505-Fits. Das „C“ steht dabei für „Customized“. Am Dienstag, den 19. Juli, wurde die 505C in New York präsentiert. Highlight des Abends war eine Live Performance von Debbie Harrie, die die Bühne in der neuen 505C rockte. Passt also auch älteren Damen, wobei Debbie Harry ja zeitlos toll ist (einer der größten Fans schreibt bei diesem Blog mit und hat sie auch schon mehrmals interviewt und war natürlich auch bei megatollen letzten Blodie-Konzert in Berlin im Tempodrom im Juni 2014). Levis liefert folgendes Statement von Frau Harry: "Denim has always been truly American and I can remember when the kids in the eastern block, before the wall came down, were always asking for our jeans. Levi's made a lot of dreams come true…”

Mit silbernen Gurt. Carina und Mario Gomez.
Mit silbernen Gurt. Carina und Mario Gomez.Foto: dpa/Hoppe

Montag, 25 Juli: Gerade erst hat Mario Gomez der Türkei als Fußballprofi den Rücken gekehrt - zu unsicher. Ganz sicher war sich Gomez dafür bei der Wahl der Lebensgefährtin (und andersrum - was für eine Überleitung). Am Wochenende hat er geheiratet (in München, noch davor): Seine Lebensgefährtin Carina Wanzung trat in einer Sonderanfertigung von Kaviar Gauche vor die standesamtliche Trauung in München. Dazu kombinierte sie Accessories des Berliner Labels - unter anderem das metallene Signatur- Piece, den Bow Belt Maxi. Die Punkte gehen also nach Berlin.

Weniger schön: Wegen des Amoklaufs von München verschob Gomez seine Hochzeitsfeier. Die nach der standesamtlichen Trauung für Freitagabend geplante Party wurde spontan abgesagt und am Samstag in einem Münchner Lokal nachgeholt, wie die „Bild“-Zeitung am Montag berichtete und ein Berater des Stürmers auf Anfrage bestätigte.

Freitag, 22. Juli: "And now for something completely different" (Monty Python): Gibt ja wenig Erfreuliches aus dem Zentrum des Brexit zurzeit, dieses aber ist doch mal schön: Eine Ausstellung im Buckingham-Palast in London beschäftigt sich derzeit mit der viel diskutierten Mode der britischen Königin Elizabeth II.. Gezeigt werden Exponate von den 1920er Jahren bis heutee. O-Ton Caroline de Guitaut, Kuratorin der Ausstellung: "Die Ausstellung zeigt Beispiel der Garderobe der Queen über zehn Dekaden sowie Objekte, die von den wichtigsten britischen Modeschöpfern für sie entworfen wurden, wie zum Beispiel Norman Hartnell, Hardy Amies, Ian Thomas und Stewart Parvin."

Der Königin alte Kleider. Ein Blick in die Ausstellung der Garderobe der Queen.
Der Königin alte Kleider. Ein Blick in die Ausstellung der Garderobe der Queen.Foto: Reuters/Nicholls

Mittwoch, 20. Juli (II): "Everyone ist a criminal" - ein Satz aus dem sicherlich berauschenden Film "Absolutely Famous". Eddy Monsoon und Patsy Stone fühlen sich pudelwohl in ihrem Luxusleben, werden Shopping-Trips und angesagte Partys in den noblen Gegenden Londons für die beiden Champganer-Schwenkerinnen doch nie langweilig. Als sie bei einer solchen Feier aber versehentlich Supermodel Kate Moss in die Themse stürzen, ist der Skandal groß.

Video
Show im Buckingham-Palast zeigt Queen-Mode im Wandel der Zeit

Verfolgt von den Medien, fliehen Edina und Patsy völlig mittellos an die Französische Riviera, um dort unter den Superreichen unterzutauchen. Gemeinsam tüfteln sie schließlich an einem Plan, der ihnen ihren gewohnten Lebensstandard für alle Zeiten sichern soll. Wer die britische Kultserie mit Jennifer Saunders und und Joanna Lumley (die hat 1969 schon bei James Bond mitgespielt, unfassbar) kennt, freut sich drauf. Start in Deutschland ist leider erst am 4. September. Als Vorgeschmack hier der Trailer zum Film.

Ist ja nur im Film. Moss (Mitte, muss man sagen, gell?) mit Saunders (li.) und Lumley).
Ist ja nur im Film. Moss (Mitte, muss man sagen, gell?) mit Saunders (li.) und Lumley).Foto: promo

Mittwoch, 20. Juli: Chris Rehberger, geboren in Schwaben, ist einer der wichtigsten deutschen Grafikdesigner. Seit gut 25 Jahren prägt er mit seinen Entwürfen die Umgebung. In den 1990er Jahren entwarf er MTV-Plakate, für die er verschiedene Typen porträtierte, versehen mit einem passenden Stichwort wie „Egoist“ oder „Schlampe“. Er gestaltete das Erscheinungsbild und Wegesystem in vielen Museen wie der Schirn in Frankfurt, dem Kunstgewerbemuseum in Berlin und dem Haus der Kulturen der Welt. Er entwirft aber auch für Modemarken wie Camper, Lacoste oder Nike Kampagnen, Ladeneinrichtungen und sogar den Prototypen eines weißen Turnschuhs. Seit fast 20 Jahren betreibt er das Plattenlabel Perlon, er veröffentlicht ausschließlich Vinylplatten für elektronische Tanzmusik. Mit seinem Bruder Tobias Rehberger, dem Künstler und Bildhauer, ist er eng verbunden. Die beiden arbeiten immer wieder zusammen. Nun hat er mit seinem Label "Double Standards" die Schönheit des Trashs entdeckt.

Wir haben ihn interviewt.

Dienstag, 19. Juli: Wir bleiben bei unseren Berliner Geschäften. Die Öffnungszeiten von Faden 35 hatten wir vergessen, hier sind sie: Mo - Fr. 10 bis 18 Uhr (Di erst ab 14 Uhr), Samstag 10 bis 14 Uhr.

Von 12 bis 19 Uhr - und das von Montag bis Samstag (was eine Überleitung) hat die "Kaviar Gauche Bridal Budget Boutique" in der Torstraße 62 in Mitte geöffnet. Ein zweites KG-Geschäft in der Berlin? Nur für Brautmoden? Lohnt sich, findet Manuel Almeida Vergara, der sich in der Boutique umgeschaut und herausgefunden hat: "Berliner Bräute sind spontan".

Zum Glück trocken geblieben. Stella McCartney (links) mit Kate Moss bei der Weltpremiere von ''Absolutely Fabulous'' in London.
Zum Glück trocken geblieben. Stella McCartney (links) mit Kate Moss bei der Weltpremiere von ''Absolutely Fabulous'' in London.Foto: Reuters/Hackett

Sonnabend, 16. Juli: Schade, wenn das Schöne geht. Als Marie Schneider am Samstag ihren Laden aufmachte, sagte sie: "Jetzt sind es nur noch zwei Samstage." Ihr Laden "Faden 35" macht zum Monatsende zu. Und damit wird die etwas verschlafene Ladenstraße im Zehlendorfer U-Bahnhof Onkel Toms Hütte um seine mindestens ausgefallenste Attraktion ärmer. Denn solche Läden wie den Faden gibt es nicht viele, wer sich schnell noch etwas (zum Teil zum reduzierten Preis) mit dem Etikett der Designerin sichern will, hat noch zwei Wochen Zeit. Wer mehr wissen möchte über die vielen schönen und vielen selbst designten Angebote, der kann es hier noch einmal nachlesen: Grit Thönnissen hat den Faden 35 vorgestellt.

Wer jetzt kauft, erspart sich das Weinen. Schlussverkauf bei Faden 35.
Wer jetzt kauft, erspart sich das Weinen. Schlussverkauf bei Faden 35.Foto: Claus Vetter

Freitag, 15 Juli (IV): Man geht uns das an den Kragen: Männermode-Hersteller Walbusch hat 6465 männliche Online-Kunden befragt, was sie denn am liebsten in die Brusttasche stecken. Offenbar gilt für viele Männer die Tasche nah am Herzen als sicherer Ort, denn sie verstauen hier ihr Handy oder Smartphone (24 Prozent) - gesund ist das wohl nicht (Strahlung!). Unbedenklicher sind Ausweis, Reisedokumente, Kreditkarte (alle 7 Prozent) und Geldscheine (3 Prozent). Sehr häufig dient die Brusttasche als Erinnerungsstütze: die Kombination aus Stift (20 Prozent) und Notizzettel (12 Prozent) findet hier ihren Platz. Den dritten Rang nehmen Brille oder Sonnenbrille ein (19 Prozent). Ebenfalls unter den Top Ten der Nennungen landen weniger sensible Dinge, die man schnell zur Hand haben möchte: Visitenkarten, Parkschein, Taschentücher und Zigaretten - dafür wurden die doch früher fast ausschließlich benutzt, die Brusttaschen.

Freitag, 15. Juli (III): Heute öffnet die Modeschule "Esmod" für die Öffentlichkeit und präsentiert Modedesign in verschiedenen Formaten, "um den Fleiß und Ehrgeiz unserer heranwachsenden Designer des Bachelor of Arts Studium Modedesign Styliste /Modeliste zu honorieren". In einer Live Fashion Film Produktion werden ausgewählte Capsule-Kollektionen des zweiten Studienjahres inszeniert. In einer Ausstellung über drei Etagen erhalten Besuchern einen detaillierten Einblick in Enstehungsprozesse einer Kollektion, vom Designkonzept bis hin zur Realisierung. Interessenten laden wir herzlich ein am Siebdruck oder Strick Workshop teilzunehmen. Der Abend soll dann im "idyllischen Innenhof erfrischend ausklingen". Das Programm beginnt um 15.30 Uhr, Anmeldungen mit vollem Namen unter: events@esmod.de

Mehr Informationen zum Veranstaltungstag gibt es hier.

Freitag, 15. Juli (II): Weil er so gut war, der Leserkommentar vom 14. Juli im Wortlaut (siehe unten): "Eins steht fest: die wahren Designer haben nicht die Trikots der Fußballer entworfen! Vieles sah unmöglich aus."

Freitag, 15. Juli (I): Wenn Nadja Swarovski den Raum betritt, hat man das Gefühl, eine US-amerikanische Schauspielerin trete auf. Ihre Haare sind blond, ihr Teint ist gebräunt, die goldene Kette, die sie trägt, ist natürlich von - Swarovski. Ein joviales „Hi!“ hier, ein „Have you met …?“ da, immer ein strahlendes Lächeln auf den Lippen. Sie spricht mit einem leichten österreichischen Akzent, der hinter dem englischen hervorblitzt. Wenn sie spricht, wechselt sie zwischen Deutsch und Englisch: „Es ist, wie sagt man auf Deutsch, very intimidating.“ Sie erzählt von ihrer Kindheit. Ihr Vater, zuständig für die Technik und die Produktion bei Swarovski, brachte jeden Abend Kartons voll mit Prototypen von Kristallen nach Hause. „So hat es geglitzert“, sagt Swarovski. Wer weiterlesen möchte, bitte hier klicken.

Donnerstag, 14 Juli: Das kann teuer werden für die Mode im UK: Was sagen die in London lebenden Designerinnen Annette und Daniela Felder zum eben erst beschlossenen Brexit? „Wir hoffen auf das Beste“, sagt Daniela Felder, „ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass es überhaupt zum Exit kommt.“ Annette Felder: „In London herrscht aktuell vor allem Ungewissheit. Die Stimmung ist im Moment passiv, alle warten erst mal ab.“ Hier geht es zum Text: Cool, rockig, nachhaltig.

Was hat der Arne Friedrich da bloß in seiner Brusttasche? Nix, so wie es aussieht.
Was hat der Arne Friedrich da bloß in seiner Brusttasche? Nix, so wie es aussieht.Foto: promo

Mittwoch, 13. Juli: Wer an Mode aus dem asiatischen Land denkt, hat vor allem die Billigware vor Augen, die dort produziert wird. Fünf Designer zeigten in Berlin, wie sie mit ihrer Textiltradition umgehen und reiche Bräute glücklich machen. Die große Pakistan-Geschichte von Grit Thönnissen: Pracht aus Pakistan.

Donnerstag, 7. Juli: Liebe Kollegen von "Zeit-Online", wir mögen Euch auch. Ihr seid ja auch nicht weit von uns entfernt (Verlagstechnisch, geographisch). Aber das war schon eine interessante Idee unsere Mitarbeiter quasi in einer Fotostrecke bei Euch abzubilden und das Ganze dann als einen Artikel über eine 76-jährige Fashion-Week-Besucherin zu "tarnen". Wer mitsuchen will nach unseren Mitarbeite(rinnen) auf den Fotos, hier ist der Artikel von "Zeit.de", "Bloß kein Rentnerbeige".

Dienstag, 5. Juli: So langsam erholen wir uns auch wieder. War ja auch mal wieder was los. Wer Lust auf ein Fazit der Fashion Week hat: Bitte schön. Und was im Frühling 2017 dann so getragen wird, steht hier. Der Knaller war diesmal unser Blog und der Oberknaller natürlich unsere Fotostrecke (siehe unten).

Mode aus Pakistan. Hier von Fahad Hussayan.
Mode aus Pakistan. Hier von Fahad Hussayan.

In jedem Fall hat es sehr viel Spaß gemacht und in wenigen Tagen nehmen wir den Schwung dann mit und starten einen neuen Mode-Blog. Mehr dann an dieser Stelle.

Schön war es. Michael Michalsky setzte wieder den Schlusspunkt mit seiner Stylenite.
Schön war es. Michael Michalsky setzte wieder den Schlusspunkt mit seiner Stylenite.Foto: dpa/Kalaene

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben