Fashion Week : Backstage bei Anja Gockel

Anja Gockel verlangt viel von ihren Models: 59 Outfits zeigt ihre neue Kollektion. Damit den Mädels beim Umziehen nicht die Puste ausgeht, hat die Designerin einen harten Tipp parat.

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Der Totenkopf ist Programm: Die Models bei Anja Gockel sollen den "strong walk" beherrschen.
Der Totenkopf ist Programm: Die Models bei Anja Gockel sollen den "strong walk" beherrschen.Foto: dpa

Eine halbe Stunde vor der Schau ist es ruhig hinter dem Laufsteg im Zelt am Brandenburger Tor. Die Designerin Anja Gockel darf zum letzten Mal nach draußen, sie sieht sich die Generalprobe ihrer Schau von den Zuschauerrängen aus an.

Die Models stehen Schlange hinter der Bühne und kichern leise miteinander. Sie sehen aus, als wenn sie am Postschalter anstehen. Erst, wenn sie direkt neben dem Mann mit dem Headset sind, nehmen sie Haltung an. Der Mann, der aufpasst, dass die Models rechtzeitig loslaufen, schubst die Mädchen der Reihe nach auf den Laufsteg wie ein Karussellbremser die Wagen in die Geisterbahn.

Auch wenn die Chefin gerade nicht da ist, stehen die Anziehhilfen an ihren Kleiderstangen vorsichtshalber schon mal Spalier, denn gleich wird es stressig. Jedes Model muss sich während der Schau mehrmals umziehen. Anja Gockel aus Mainz hat viel zu zeigen – mit 59 Outfits sprengt sie fast den Zeitrahmen. „Wenn es knapp wird: strong Walking“, gibt die Designerin die Parole an den Headsetmann für die Models raus.

Fünf Minuten vor der Schau gießt eine Mitarbeiterin Sekt in die Kelche mit Gockel-Logo, damit wird wahrscheinlich nachher angestoßen. Aber erst an die Arbeit. Es stehen genug Menschen vor dem Eingang, die Türen werden geöffnet, die erste Schau des Tages beginnt.

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