Sandro-CEO Jean-Philippe Hecquet : "Unsere Berliner Shops sind sehr erfolgreich"

„Der Pariser Chic ist wichtig für uns“ Jean-Philippe Hecquet, CEO von Sandro erzählt, was das Label erfolgreich macht.

Grit Thönnissen
So sieht es aus. Sandro, Herbst/Winter 2016.
So sieht es aus. Sandro, Herbst/Winter 2016.Foto: promo

Jean-Philippe Hecquet, was macht Sandro aus?
Sandro ist sehr gut erkennbar. Wenn Sie in einen unserer Shops gehen, können Sie sowohl Businessmode als auch etwas Legeres finden. Wenn Sie sich die Landschaft der Marken in Europa anschauen, werden sie sehen, dass es nicht so viele Marken gibt, die diese Art der Produkte anbieten. Wir haben eine sehr kreative Art, wie wir alles jede Saison neu interpretieren. Wir reinterpretieren die verschiedenen Trends, die man in der Prêt-à-porter oder der Haute Couture sehen kann, in unserem Studio in Paris. Wir wollen sehr schicke und coole Looks und Silhouetten anbieten.

Was ist gerade bei Ihnen wichtig?
Unser vorrangiges Anliegen ist, wie wir unsere Kollektionen schnell weiterentwickeln können, weil wir sehr erfolgreich in Frankreich, in Europa und jetzt auch in Asien und den USA sind.

Ist es wichtig für Sandro, in Paris zu sein?
Ja, der Pariser Chic ist sehr, sehr wichtig für uns. Hier sind Atelier und Geschäftsleitung. Und Paris ist immer noch die Weltstadt der Mode. Das gibt uns Glaubwürdigkeit.

"Wir schauen uns in Frankfurt und München nach Läden um"

Wie sind ihre Pläne in Deutschland?
Wenn ich könnte, würde ich jede Menge neuer Läden eröffnen. Im Moment haben wir zwei Shops in Berlin, und die sind sehr erfolgreich. Es ist genau die richtige Stadt für Sandro. Sie ist cool, modern und künstlerisch wie wir. Wir expandieren jetzt in Kaufhäusern, das ist eine gute Art, bekannter zu werden. Wir schauen uns in Frankfurt und München nach Läden um. Wir wissen, dass es in Deutschland großen Appetit auf unsere Kollektionen gibt. Und die Deutschen wissen Mode mehr und mehr zu schätzen.

Der CEO von Sandro. Jean-Philippe Hecquet.
Der CEO von Sandro. Jean-Philippe Hecquet.Foto: promo

Oft ist es für neue Marken schwer, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren. Für Sandro scheint es einfach zu sein.
Wir sind in einem Segment, in dem sonst niemand ist, wir füllen eine Lücke. Wir sind sehr moderat im Preis, im Verhältnis zu dem, was wir zu bieten haben. Nehmen Sie die Männer. Früher musste man im Büro einen klassischen Anzug tragen, heute hat man viel mehr Möglichkeiten, unterschiedliche Kleidungsstücke miteinander zu kombinieren. Und man braucht nicht mehr unbedingt eine Krawatte, um formell gekleidet zu sein. Das ist, wofür Sandro steht, und deshalb füllen wir für Männer in Deutschland wirklich eine Lücke. Das sagen viele große Kaufhäuser, die unsere Kollektionen verkaufen, wie das KaDeWe, Breuninger und Galeries Lafayette. Wir wissen, wir sind neu, und wir schaffen Umsatz.

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