Der Tagesspiegel : Wowereit enthüllt Gedenktafel für Marcel Reich-Ranicki

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Ein Jahr nach dem Tod des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki wird an diesem Freitag um 10.30 Uhr in der Güntzelstraße 53 in Berlin-Wilmersdorf eine Gedenktafel für ihn enthüllt. Obwohl Reich-Ranicki den größten Teil seines Arbeitslebens in Hamburg und Frankfurt am Main verbrachte, so hat ihn doch Berlin geprägt - im Guten wie im Schrecklichen.

Hier wandte er sich als Jugendlicher euphorisch der deutschen Kultur und vor allem Literatur zu. "Ohne Berlin wäre ich kein Kritiker geworden", sagte er später. Hier wurde er als Jude aber auch ausgegrenzt und schließlich ins Warschauer Ghetto deportiert. Dort überlebte er mit Glück - im Gegensatz zu seinen Eltern, die in Treblinka von den Nazis ermordet wurden. In Erinnerung an David und Helene Reich liegen seit Kurzem Stolpersteine vor dem Haus Nummer 53 in der Güntzelstraße.

Nun ehrt Berlin Marcel Reich-Ranicki dort offiziell mit einer Gedenktafel. Bei der Zeremonie an diesem Freitag sprechen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und .Hellmuth Karasek, langjähriger Weggefährte Reich-Ranickis. Andrew Ranicki, der Sohn des Literaturkritikers, der sich für Stolpersteine und Gedenktafel eingesetzt hat, spricht ebenfalls ein Grußwort. Weitere Gäste sind willkommen, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Im Berlin-Teil der gedruckten Freitagausgabe sowie schon heute Abend ab 19.45 Uhr in unserem E-Paper stimmen wir sie auf die Ehrung für Marcel Reich-Ranicki ein. Im Kiezblog zum Bayerischen Viertel haben wir online bereits im Vorfeld mehrfach ausführlich berichtet. Dort finden Sie auch eine Bildergalerie zu Marcel Reich-Ranicki und seiner Familie (siehe auch die Links etwas weiter unten in diesem Newsletter).

Mit besten Grüßen,

Ihr

Markus Hesselmann

Chefredakteur Online

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