Berlin : 10. März 1979

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Vor 25 Jahren berichteten wir über Sorgen der Mieter im Corbusierhaus.

BERLINER CHRONIK

Zum Teil mit Bussen waren rund 500 Menschen zu einer Versammlung der „Mieterinitiative Corbusierhaus“ aus ihrem Haus in der Charlottenburger Reichssportfeldstraße in das Haus der Kirche in der Goethestraße gekommen. Thema des Abends war der Verkauf ihres Hauses, das Ende letzten Monats der Immobilienmakler Bendzko für rund 26 Millionen Mark erworben hatte und jetzt in 530 Eigentumswohnungen umwandeln will. Unter den 1200 bis 1300 Mietern des Gebäudes herrscht große Unruhe, insbesondere bei den knapp 400 Mietern im Rentenalter. Eine Umfrage habe ergeben, daß fast 90 Prozent von 414 Befragten die Umwandlung ablehnen. Von Bendzko forderten die Mieter die schriftliche Versicherung, daß ihnen weder gekündigt werde noch die Wohnungen an Außenstehende verkauft werden. Dazu erklärte Bendzko, daß an Außenstehende nur dann verkauft werde, wenn weniger als die Hälfte der Mieter die Wohnungen selbst kauft. Noch Ende letzten Monats versicherte Bendzko, er werde überhaupt nicht an Außenstehende verkaufen. Eine schriftliche Versicherung lehnte Bendzko ab.

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