Berlin : 150 Porträts zum 150. Geburtstag

Robert-Bosch-Stiftung ehrt Gründer und Helfer

Manuel Opitz
Foto: promo
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Sie setzen sich für mehr Völkerverständigung ein, fördern wissbegierige Kinder in Sachen Naturwissenschaften oder betreuen Demenzpatienten. Sie filmen ihr Engagement und stellen die Videos ins Internet: „Die Verantwortlichen“ sind 150 gesellschaftlich engagierte Menschen aus ganz Deutschland, darunter 28 Berliner und Berlinerinnen. Die Robert-Bosch-Stiftung initiierte das Internetprojekt – ihr Namensgeber feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag . Robert Bosch (1861–1942) war Unternehmer – und engagierter Bürger. Als Arbeitgeber fühlte er sich für seine Mitarbeiter sozial verantwortlich.

In der Verantwortung sehen sich auch die 150 von einer Jury ausgewählten Projektteilnehmer. „Es sind Menschen, die sich besonders für andere einsetzen, die Initiative ergreifen, Ideen entwickeln, Zeit und Geld opfern und andere mitreißen“, sagt der Projektverantwortliche Stefan Schott. Sie engagieren sich in den Bereichen Wissenschaft, Gesundheit, Völkerverständigung, Bildung und Kultur. Schott: „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Verantwortung für andere übernehmen.“ Mit der Kampagne „Die Verantwortlichen“ solle das Engagement sichtbar gemacht und zum Mitmachen animiert werden. So wurden in 150 Tagen über 400 Videos hochgeladen.

Einige davon hat Anna Mauersberger, 29, aus Neukölln ins Internet gestellt. Sie betreibt das Online-Portal „Du hast die Macht“ und möchte Jugendliche für das Thema Politik interessieren. Ihre Mittel: Mit Promis diskutieren, über aktuelle gesellschaftliche Probleme berichten, Interviews und Spiele veranstalten. Alles wird auf Video festgehalten. „Wenn dann im Internet eine politische Diskussion unter Jugendlichen beginnt, die sich ursprünglich gar nicht dafür interessiert haben, haben wir unser Ziel erreicht.“ Gió Di Sera, 46, aus Kreuzberg von der „StreetUniverCity Berlin e.V.“ (SUB) ist ebenso dabei. Der Verein bietet außerschulische Bildung für Jugendliche und organisiert Seminare, Kurse und Workshops zu Geschichte, Kunst, Musik und Sport. Dass „Die Verantwortlichen“ nun in die Öffentlichkeit rücken, sei genau das, „was gesellschaftliche Initiativen brauchen“. Manuel Opitz

Die Videos im Netz auf: www.verantwortung-unternehmen.org

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