Berlin : 230 Lehrlinge fingen gestern bei Siemens an

Das sind Berlins größte Ausbilder

Für viele tausend Berliner Jugendliche war gestern ein besonderer Tag: Sie starteten ins Berufsleben. In den Unternehmen bekamen sie ihre Firmenausweise oder die Arbeitskleidung. So wie bei Siemens, dem größten industriellen Ausbildungsunternehmen der Stadt. 230 Jugendliche begannen dort ihre technische Lehre; sie werden unter anderem zum Mechatroniker ausgebildet. Die Zahl der Bewerbungen ist um ein Vielfaches höher – allerdings nur bei Jungen. Mädchen bewerben sich kaum; obwohl das Unternehmen gezielt versucht, weibliche Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Bei den kaufmännischen Berufen ist das anders. 70 Jugendliche beiderlei Geschlechts beginnen im Oktober in diesem Berufszweig ihre Ausbildung. Hinzu kommen weitere 50 Schulabgänger, die zum Industrietechnologen ausgebildet werden.

Mehr als 5500 Bewerbungen gab es für die Ausbildungsplätze in Berlin bei der Deutschen Bahn: 240 Jugendliche wurden gestern begrüßt, die unter anderem zum Kaufmann für Verkehrsservice oder zum Mechatroniker ausgebildet werden. Zu den großen Berliner Ausbildungsbetrieben zählen zudem die Telekom, die Wasserbetriebe und auch die BSR. Dort begannen 60 Jugendliche ihre Lehre. Auch beim Pharma-Unternehmen Bayer-Schering hatten 65 Jugendliche ihren ersten Tag. Sie werden unter anderem Biologie- oder Chemielaboranten, Pharmakanten, Bürokaufleute oder Tierpfleger. Ab Oktober können außerdem zehn Abiturienten ein Studium an der Berufsakademie beginnen. Die Landesbank Berlin stellte in diesem Jahr 105 Nachwuchskräfte ein, die ihre ersten Erfahrungen schon gemacht haben. Der Ausbildungsbeginn dort war Mitte August.

Die meisten Lehrlinge im Handwerk hat die Bäckerei Thürmann. Hier begannen gestern 150 Jugendliche: 120 angehende Verkäuferinnen und 30 Bäcker und Konditoren. Wie bei vielen Unternehmen der Branche ist es für Thürmann nicht einfach, geeignete Bewerber zu finden. „Gerade so“ habe man alle Stellen besetzen können, sagt Ausbildungsleiterin Kerstin Persch. Vielen Bewerbern mangele es an Mathematikkenntnissen – bei Verkäuferinnen seien die aber unerlässlich. sik

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