Berlin : 31. Oktober 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Im Klinikum Charlottenburg werden jährlich von Stationen und Polikliniken rund 1,2 Millionen Laborwerte angefordert. Nach der herkömmlichen, noch heute meist üblichen Methode mußten an jedem Arbeitsplatz bis zu 500 Röhrchen sortiert, mit der Hand numeriert und dann in entsprechender Reihenfolge analysiert werden. Nach der Untersuchung wurden, wieder mit der Hand, die Ergebnisse auf einen Zettel übertragen, auf die Stationen zurückgeschickt und dort von der Schwester für die Fieberkurve abgeschrieben. Fehlerquellen über Fehlerquellen summierten sich auf diesem Weg. Zeitweise lag sie bei 3 Prozent. Jetzt ist es im Zentrallabor durch die EDV möglich, alle Proben automatisch zu identifizieren, so daß Verwechslungen ausgeschlossen sind. Das zur Untersuchung angelieferte Patientenblut wird in Gefäße verteilt, deren Codenummer der Computer lesen und kontrollieren kann. Wird etwas vertauscht, gibt er Alarm. Maschinengeschriebene Berichte ersetzen die bisherigen Zettel mit den Befunden. Jedes Untersuchungsergebnis wird so, wie es aus dem Computer kommt, auf den Stationen auf die Fieberkurve geklebt.

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