• 4,5 Millionen für Planung der Autobahn 2016 soll die A 100 den Treptower Park erreichen

Berlin : 4,5 Millionen für Planung der Autobahn 2016 soll die A 100 den Treptower Park erreichen

Klaus Kurpjuweit

Für den in der rot-roten Koalition umstrittenen Weiterbau der Stadtautobahn A 100 vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park muss der Senat insgesamt 24,5 Millionen Euro aufbringen. Allein für die weitere Planung sind noch 4,5 Millionen Euro erforderlich. Die Gesamtkosten des 3,2 Kilometer langen Abschnitts, die zum größten Teil der Bund übernimmt, sind mit 258,5 Millionen Euro veranschlagt.

Selbst aufbringen muss der Senat nach der Rechnung von Staatssekretärin Maria Krautzberger von der Stadtentwicklungsverwaltung am Ende aber nur 6,5 Millionen Euro. Krautzberger erwartet, dass der Bund vom Berliner Finanzierungsanteil etwa elf Millionen Euro erstattet; weitere sieben Millionen Euro sollen durch den Verkauf von Grundstücken an den Bund in die Landeskasse fließen, teilte Krautzberger auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling mit.

Obwohl der Koalitionspartner PDS den Weiterbau der Autobahn ablehnt, treibt die Stadtentwicklungsverwaltung die Arbeiten voran. Die weiteren Planungen werden jetzt europaweit ausgeschrieben. Dann soll ein Projektsteuerer ausgewählt werden, dessen Kosten auf 3,5 Millionen Euro geschätzt werden. Er soll die Arbeiten koordinieren und überwachen. 2010 sollen die Bauarbeiten beginnen und 2016 abgeschlossen sein.

Dem Weiterbau müssen Wohnhäuser an der Beermannstraße in Treptow sowie elf Kleingartenkolonien ganz oder zumindest teilweise weichen. Die Baupläne werden deshalb auch von der Bürgerinitiative Stadtring Süd und dem Naturschutzbund Deutschland abgelehnt.

Vom Dreieck Neukölln kommend, soll die Autobahn an der Bergiusstraße in einen Tunnel abtauchen und anschließend in einen offenen Graben übergehen. Hinter der Kiefholzstraße steigt sie dann bis auf die Höhe der S-Bahn an, um vorläufig an der Straße Am Treptower Park zu enden. Langfristig ist vorgesehen, den Stadtring über die Frankfurter Allee bis zur Landsberger Allee zu verlängern. Beim Umbau des Ostkreuzes sind bereits Vorleistungen für die Autobahn vorgesehen.

Nach den derzeitigen Plänen soll der Verkehr dann anschließend über Stadtstraßen bis nach Wedding fließen, wo er an der Seestraße wieder auf die A 100 trifft. Der ADACfordert schon seit Jahren, den Stadtautobahn-Ring komplett zu schließen.

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