52 JAHRE MAUERBAU : Wie sich die Stadt am Jahrestag erinnert

MAUERBAU 1961



„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Noch am 15. Juni 1961 hatte Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR, jegliche Pläne für eine Abriegelung West-Berlins bestritten. Nur wenige Wochen später, am 13. August, begannen Arbeiter und bewaffnete Kräfte der DDR, den Zugang zum Westteil der Stadt zu schließen. Die Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik war bereits dicht, West-Berlin war das einzige Schlupfloch für DDR-Flüchtlinge geblieben, und die wurden immer mehr. Allein am 12. August 1961 waren es knapp 3200 Menschen. Der Bau der Mauer sollte dem Schwund an Fachkräften ein Ende setzen. Am Anfang war sie mehr ein Provisorium mit vielen Zäunen, unterbrochen durch Wohnhäuser direkt an der Sektorengrenze. Diese wurden geräumt, zugemauert und später ganz abgerissen. Laut einer Statistik der DDR-Grenztruppen vom 31. Dezember 1988 bestanden die Grenzanlagen um West-Berlin aus 103 km Mauer, 70 km Zaun, 27 km Grenzsignal- und Sperrzaun und 111 Beobachtungstürmen.

MAUERGEDENKEN 2013

Senat und Bundesregierung erinnern an diesem Dienstag mit einer zentralen Veranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer an den Mauerbau. Nach einer Andacht, die um 10.30 Uhr in der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße/Ecke Ackerstraße, beginnt, werden der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) Kränze für die Maueropfer niederlegen. Um 12 Uhr legt Wowereit an der Peter-Fechter-Stele in der Zimmerstraße 26-27, an der Grenze zwischen Kreuzberg und Mitte, einen Kranz nieder. Der 18-jährige Maurer Fechter war am 17. August 1962 bei einem Fluchtversuch niedergeschossen worden und im Grenzstreifen verblutet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Vormittag das Heinrich-Schliemann-Gymnasium in der Dunckerstraße 64 in Prenzlauer Berg besuchen und eine Vertretungsstunde im Fach Geschichte zum Thema Mauerbau geben. Um 12 Uhr gibt es eine Veranstaltung der „Vereinigung 17. Juni“ an den Gedenkkreuzen für die Mauertoten in der Ebertstraße (nahe Reichstag). Um 14 Uhr wird der Mauertoten an der Glienicker Brücke gedacht, auch mit Innensenator Frank Henkel (CDU). ac

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