Berlin : Aggressiver Protest gegen NPD in Köpenick

Linke Gruppen demonstrierten auch vor Abschiebegefängnis in Grünau

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Rund 1500 Menschen haben am Sonntagnachmittag in Köpenick gegen die Erweiterung der Parteizentrale der rechtsextremen NPD protestiert. Außerdem demonstrierten sie gegen den Abschiebegewahrsam in Grünau, in dem einem Sprecher zufolge Ausländer rassistisch diskriminiert würden. Der vom Bund der Antifaschisten initiierte Marsch führte zunächst vom SBahnhof Köpenick in Richtung Mandrellaplatz. Vereinzelt wurden Flaschen und Steine auf Polizisten geworfen. Bis Redaktionsschluss gab es drei Festnahmen wegen Drogenbesitzes und des Mitführens gefährlicher Gegenstände.

Unter den Demonstranten war eine größere Gruppe gewaltbereiter Autonomer. Die Polizei begleitete den Zug mit mehr als 800 Beamten. Die NPD-Zentrale in der Seelenbinder-Straße war durch schweres Gerät wie Wasserwerfer und Räumfahrzeuge von der Polizei abgeriegelt worden. Vor der Altstadt Köpenick stoppte die Polizei für 30 Minuten den Protestzug, da die Demonstranten begannen, sich zu vermummen und zu randalieren. Beim Abschiebegewahrsam in Grünau verlief der Protest anfangs friedlich, die Stimmung war aber von verbalen Aggressionen geprägt.

Der Protest der Demonstranten gegen die NPD richtete sich einem Sprecher zufolge gegen ein geplantes Schulungszentrum der Partei. Die Kritik an dem Abschiebegewahrsam wendet sich gegen die aus Sicht linker Gruppen menschenunwürdigen Zustände in dem Gefängnis. Ha

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