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Alexanderplatz : Ätzende Dämpfe aus leckem Fass im Keller des Fernsehturms ausgeströmt

Aus einem undichten Behälter im Keller des Fernsehturms sind phosphorsäurehaltige Dämpfe entwichen. Die Feuerwehr sicherte die Lage. Der Besucherbereich war nicht betroffen.

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Wie Teletubbies sehen die Feuerwehrleute in ihren Vollschutzanzügen bei dem Einsatz am Fernsehturm aus.
Wie Teletubbies sehen die Feuerwehrleute in ihren Vollschutzanzügen bei dem Einsatz am Fernsehturm aus.Foto: Andreas Meyer

Aus einem undichten Behälter im Keller des Fernsehturms am Alexanderplatz ist am Montag eine phosphorhaltige Flüssigkeit ausgelaufen, dabei entwickelten sich ätzende Dämpfe. Die entweichenden Stoffe setzten die Brandmelder des Gebäudes in Gang, so dass die Feuerwehr alarmiert wurde. Doch statt eines Brandes entdeckten die Einsatzkräfte das undichte Fass, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Tagesspiegel Online. In dem Behälter befanden sich nach Angaben des Feuerwehrsprechers rund hundert Liter mit Korrosionsschutzmittel für die Klimaanlage. Die Flüssigkeit enthielt 10 Prozent Phosphorsäure, eine Substanz, die zu Reizungen und Verätzungen führen kann. Auf dem Boden hätte die ausgelaufene Flüssigkeit bereits Blasen gebildet. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die ausgelaufene Flüssigkeit mit einem anderen Stoff reagiert habe, sagte der Sprecher. Allein durch Phosphorsäure seien keine derart heftigen Reaktionen wie Blasen- und Rauchbildung zu erwarten. Deshalb entschied sich die Einsatzleitung, die Feuerwehrleute mit Chemikalienschutzanzügen auszustatten, um sie vor einer möglichen Gefährdung zu schützen. Die Feuerwehrmänner stülpten ein Überfass über den undichten Behälter und sicherten die ausgelaufene Flüssigkeit mit einem Bindemittel. Der Betreiber wurde aufgefordert, die Substanz fachgerecht zu entsorgen.

Weitere Menschen waren nach Angaben der Feuerwehr nicht in Gefahr. Der Besucherbereich musste nicht geschlossen werden, die Aufzüge fuhren weiter. Der Keller mit dem lecken Fass befinde sich nicht in der Nähe des Besucherbereichs, sondern an einer weiter entfernten Stelle des Gebäudekomplexes, sagte der Sprecher. Die Dämpfe hätte den Besucherbereich nicht erreichen können.

Der Pressesprecher der Deutschen Telekom, die den Fernsehturm betreibt, betonte, dass keine Gefahr bestanden hätte. Die Substanz sei nicht giftig und hätte lediglich mit Kalk reagiert, was zu der Blasenbildung und den Dämpfen geführt hätte.

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