Berlin : Alles auf eine Karte

Zwei Kaffees zum Preis von einem, billiger in die Disco oder ins Konzert: Berlins Rabatt-Tickets

Lukas-Christian Fischer

Die Angebote klingen verlockend: günstiger Eintritt in Museen, billiger Autos mieten, zwei Kinotickets zum Preis von einem. Die so genannten Vorteilskarten öffnen die Tür zu regelmäßigen Rabatten und Preisvorteilen. Außer den bundesweiten Rabattkarten gibt es auch welche, die auf Berliner Verhältnisse zugeschnitten sind.

Eines der umfangreichsten Sparangebote bietet die get2Card, die von etwa 160 Partnern akzeptiert wird. Die Nutzer erhalten zwei Leistungen, müssen aber nur eine bezahlen. Die gelbe Plastikkarte gilt bei der Kaffeekette Starbucks und den meisten Kinos ebenso wie bei McDonald’s, dem Kabarett „Die Wühlmäuse“ oder dem Call-a-Bike-Service der Deutschen Bahn. Allerdings lohnt das Nachrechnen. Denn der „Zwei für eins“-Service ist nicht gratis – er kostet 60 Euro im Jahr.

Auch für die City-VIP-Card wird eine Gebühr fällig. Für 49 Euro pro Jahr kann der Nutzer unter 130 Partnerunternehmen auswählen. Auch wenn der Anbieter mit dem Prinzip „Zwei für eins“ wirbt: Das gilt nur zum Teil bei dieser Karte. Viele Angebote bringen nur eine geringe Ersparnis für die Mitglieder. Interessant könnte hingegen für so manchen die Kooperation mit der Autovermietung Avis sein. City-VIP-Card-Nutzer erhalten dort, wenn sie einen Pkw einer bestimmten Preisklasse mieten, eine Tankfüllung gratis dazu.

Für jährlich 20 Euro kann man mit der Pleasure-Card vor allem an der Kinokasse sparen. In allen CinemaxX-Kinos erhält man bei Vorlage der bundesweit gültigen Karte 50 Prozent Ermäßigung auf das Ticket. Weitere Kooperationspartner sind unter anderem McDonald’s und die Autovermietung Sixt. Auch das Nachtleben wird mit dieser Karte billiger. In über 25 Berliner Clubs und Discotheken, darunter die Trompete am Lützowplatz in Tiergarten und der Sage-Club in der Köpenicker Straße in Mitte, haben Besitzer der Karte bis zu einer bestimmten Uhrzeit freien Eintritt.

Vor allem an Nachtschwärmer haben die Erfinder der Partycard gedacht. Denn mit ihr braucht man in über 30 Discos Stadt nur die Hälfte des Eintrittspreise zu zahlen – und das zu jeder Zeit. Außerdem zahlen Nutzer für ihren Besuch bei der Kinokette UCI nur vier Euro und erhalten in Filialen von Burger King beim Kauf eines Menüs einen Burger zusätzlich. Für den Nutzer obendrein erfreulich: die Partycard sich durch Werbung finanziert und ist für ihre Nutzer absolut kostenfrei.

Da bietet sich vielleicht die Kombination mit der Classic Card an. Wer unter 28 ist und 25 Euro zahlt, dem bietet sie ein Jahr lang vergünstigten Eintritt zu über 1500 Veranstaltungen renommierter Berliner Kulturinstitutionen. Zum Classic-Card-Netzwerk gehören alle drei Opernhäuser, das Deutsche Symphonie-Orchester, das Rundfunk-Sinfonie-Orchester, der Rias-Kammerchor, der Rundfunkchor Berlin und das Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Auf den besten Plätzen der teilnehmenden Häuser zahlen ClassicCard-Nutzer bei Konzerten pauschal 8 Euro, für Oper- und Ballettveranstaltungen 10 Euro.

Mehr Informationen im Internet: www.get2card.de www.city-vip-card.de, www.pleasurecard.de, www.partycardberlin.de, www.classiccard.de

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