Berlin : Angezogen

Elisabeth Binder

gibt dem Berliner Presseball trotz allem eine Chance Wir lassen uns das Singen nicht verbieten: Ob der Schlager als Berliner Hymne taugen würde? Beim Berliner Presseball konnte man sich das fragen. Vor der Wende war er das alles überstrahlende gesellschaftliche Ereignis in Berlin. Wer mitreden wollte, musste dabei sein. Dann änderte sich alles, viele Macher neuartiger Veranstaltungen drängten in die Stadt. Der Wind der Veränderung durchlüftete auch West-Berlins liebsten Benefiz-Ball. Im veranstaltenden Journalistenverband wurde heftig gestritten über die finanzielle Transparenz des Balls. Trotz aller Schatten zog er am Wochenende wieder zahlreiche Tanzvergnügte an, die auf ein baldiges Ende eher nicht wetten wollten. Ein radikal neuer Anfang mit gnadenloser Offenlegung der Bilanzen wäre das beste Mittel, die Zukunft des Balls zu sichern. Dann wäre vielleicht der Weg frei für eine Versöhnung in dem inzwischen gespaltenen Verband. Mit vereinten Kräften könnte man eine gute Berliner Tradition wieder auf solide Füße stellen. Man kann sich auch singend aus dem Sumpf ziehen. Das passt gut zu Berlin.

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