ANKER plätze (6) : Paddeltour im November

Auf dem Trockenen.
Auf dem Trockenen.

Zehn Jahre Boot und Fun Berlin – maritime Entdeckungen auf der Messe

Im November mit dem Kajak auf die Müggelspree? „Das ist nicht verrückt“, sagt Arthur Wendt, „sondern superschön.“ Zwischen dem Dämeritzsee bei Erkner und dem Müggelsee sind ihm am Wochenende auf seiner vierstündigen Paddeltour nur seltene Kanadagänse und zwei Schiffe begegnet: das Boot von der Rahndorfer Fischerei und die Wasserschutzpolizei. Im Sommer ist die Müggelspree dagegen für den passionierten Paddler „die reinste Motorboot-Autobahn“.

Wendt stellt in Halle 1 am Stand von „Kanusport Erkner“ das Neueste auf dem Kanu- und Kajakmarkt vor. Zum Beispiel „superleichte, aber robuste Kunststoffe“ für den Rumpf. Die machen ein Paddelboot zwar nicht zum Federgewicht, aber man muss bei einem Zweier-Kajak nur noch 32 statt bisher 38 Kilo hochstemmen. Oder die derart vielfältig verstellbaren und gestalteten Sitze, dass man lange üben muss, um alle rückenschonenden und Oberschenkel entlastenden Positionen zu finden.

So platziert, wird auch die viertägige Paddeltour nicht zur Tortur, die Wendts Kajakladen anbietet. Man steigt ins Boot im Spreewald und gibt es in Erkner wieder ab. 140 Kilometer Wasserabenteuer.

Paddeln ist derzeit Trendsport, sagen die Aussteller. Sogar ihre eigene Stadt können Berliner vom Kajak aus erleben. Die kleinsten Boote sind zwar auf der Stadtspree zwischen Oberbaumbrücke und Charlottenburg ausgesperrt, aber von Treptow aus, darf man über den Landwehrkanal durch die City in Kreuzberg und Tiergarten paddeln. Ab Frühjahr auch in der Gruppe. Die Agentur „Der Kanutourist“ bietet Führungen an. CS

Boot und Fun bis 27. November, täglich 10-18 Uhr, Eintritt 9 Euro (erm. 7 Euro).

Mehr zu den Kajaks auf der Messe:

www.tagesspiegel.de/ankerplatz

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