Berlin : Arche-Leiter erwägt Klage

Bernd Siggelkow reagiert auf Vorwurf von PDS-Mann

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Der Gründer und Leiter des Hellersdorfer Kinder- und Jugendzentrums Arche, Pastor Bernd Siggelkow, erwägt eine Verleumdungsklage gegen den PDS-Verordneten Martin Uther. Wie berichtet, hatte Uther in einem Schreiben die Mittelkürzungen für die christliche Einrichtung unter anderem damit begründet, dass der Pastor „nicht die notwendige körperliche Distanz“ zu den Kindern wahre. Damit verstoße er gegen ein „Grundprinzip sozialpädagogischer Arbeit“.

Siggelkow will sich nicht damit zufrieden geben, dass sich die PDS-Spitze für diese Äußerung entschuldigte und dass Uther von seiner Tätigkeit im Jugendhilfeausschuss zurücktrat. Zu groß sei der entstandene Schaden. Siggelkow verweist darauf, dass bei Menschen, die sich mit dem Fall nicht befasst hätten und nur nebenbei diesen Vorwurf Uthers aufschnappten, etwas Negatives hängenbleiben könne, das letztlich dem Ansehen der Arche und seiner Arbeit schade. Zudem habe die ganze Auseinandersetzung auch Folgen für die Kinder. Einige bangten bereits um die Existenz des Hauses und ließen sich kaum beruhigen. Die PDS bemüht sich derweil weiter um Schadensbegrenzung. Der amtierende Fraktionsvorsitzende in Marzahn-Hellersdorf, Torsten Kläring, kündigte an, dass die 19 000 Euro, die der Jugendhilfeausschuss der Arche gekürzt hatte, aus dem Bezirkshaushalt abgezweigt werden sollen. Dem stimmte gestern Abend der Jugendhilfeausschuss des Bezirks zu. Die FDP allerdings votierte dagegen.

Siggelkow, der erst kürzlich mit dem Orden des Landes Berlin geehrt worden war, meint, dass Uther auch sein BVV- Mandat abgeben und aus der PDS ausgeschlossen werden müsse. Anders als andere PDS-Vertreter habe sich Uther noch nicht einmal bei ihm entschuldigt. sve

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