Berlin : Arm trotz Arbeit

Ich habe einen Job und kann davon nicht leben – ist das gerecht?



„Ich bin bereit zu arbeiten, aber nur für ordentliches Geld.“ Im Winter kann der 35-jährige Stephan Frenzel bei der BSR im Winterdienst mithelfen. Trotzdem reicht es oft nicht zum Leben. Am Abend geht er Flaschen sammeln. Nur auf die Stütze möchte er sich eigentlich nicht verlassen. „Manchmal geht es nicht anders“, gibt er zu. Früher habe er häufiger für Zeitarbeitsfirmen auf dem Bau geschuftet, die gleiche Arbeit wie alle anderen gemacht. „Für fünf Euro die Stunde arbeite ich jetzt nicht mehr“, sagt er stolz. Lieber wohnt er weiter bei seiner Mutter. Die unterstützt ihn nach Kräften. Ein guter Job wäre aber besser, findet Frenzel. Er wolle ihr nicht zur Last fallen. sny

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