Berlin : Auch Hamburger Entführung war wohl nur vorgetäuscht

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Nachdem herauskommen war, dass die versuchte Entführung einer Achtjährigen in Berlin eine von dem Mädchen ausgedachte Geschichte ist, gibt es auch erhebliche Zweifel daran, dass parallel dazu in Hamburg der Halbbruder des Mädchens entführt werden sollte. „Wir haben keine Erkenntnisse, dass ein Kind in ein Auto gezerrt werden sollte“, sagte ein Hamburger Polizeisprecher gestern.

Wie berichtet, hatte ein achtjähriges Mädchen aus Berlin bei der Polizei erzählt, dass es am Montag vergangener Woche von einem Unbekannten in Prenzlauer Berg in ein Auto gezerrt werden sollte. Eine blonde Frau sei ihr zur Hilfe geeilt, sodass der vermeintliche Täter flüchtete. Wie am Mittwoch dieser Woche jedoch herauskam, hatte sich das Kind die Geschichte von vorne bis hinten ausgedacht.

Mysteriös wurde der Fall für die Ermittler, als herauskam, dass ebenfalls am Montag vergangener Woche der zehn Monate alte Halbbruder des Mädchens in Hamburg entführt werden sollte. Dessen Mutter hatte dies beim Hamburger Raubdezernat zu Protokoll gegeben. Die Ermittlungen gingen zunächst in die Richtung, dass der Vater beider Kinder, ein Geschäftsmann, Probleme mit russischen Kunden gehabt haben soll.

Doch eher wahrscheinlich ist für die Ermittler offenbar, dass die Mütter der beiden Kinder miteinander Probleme haben. Das Motiv für die ausgedachten Geschichten liege wohl im privaten Bereich. tabu

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