Berlin : Auf die „Bank in der Sonne“ will noch keiner

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Ende der 30er Jahre war der Österreicher der schnellste Europäer im Brustschwimmen. Später studierte er Medizin und wurde Neurologe und Psychiater. Bekannt und beliebt wurde er in den 50ern aber als Schauspieler und Partner vor allem von Peter Alexander in vielen Kinolustspielen. Im vergangenen Jahr brachte es die Wiederaufführung von 37 alten Filmen mit Gunther Philipp immerhin zu 105 Kino-Einsätzen. Bis zum 15. September besetzt der heute bei Köln lebende Schauspieler jetzt im Theater am Kurfürstendamm neben seinem Kollegen Horst Naumann „Eine Bank in der Sonne“ – so heißt die Boulevard-Komödie von Ron Clark, die am Donnerstagabend Premiere hatte. Seine „rasende“ Leidenschaft ließ Gunther Philipp dazu daheim. Obwohl der 84-Jährige damit auf dem Ku’damm Furore gemacht hätte - einen gelben Ferrari sieht man auch dort so häufig nicht. Philipp fährt schon das siebte Exemplar. Zur Premiere hatte er aber sein wahre Liebe mitgebracht – seine 33 Jahre jüngere Ehefrau Gisi, die er einst auf einem Ärztekongress kennen lernte. Neben seiner täglichen Gymnastik ist sie es vor allem, die ihn jung hält. Ähnlich ist es wohl bei dem 81-jährigen dauergebräunten Herbert Köfer, der am Donnerstag mit seiner fast halb so jungen Ehefrau Heike die in einem Seniorenheim spielende Komödie besuchte. Auch andere Premierengäste wie Curth Flatow, Friedrich Schoenfelder, Horst Pillau und Wolfgang Spier hätten schon eine „Bank in der Sonne“ anpeilen können – wenn sie sich denn alt genug dazu fühlten. Bei quietschfidelen Partyhoppern wie Artur Brauner oder Rolf Eden verbat sich aber zugleich diese Frage danach und bei den anwesenden weiblichen Theaterbesuchern wie Evelyn Gressmann, Irene Hubschmid oder Ingeborg Krabbe sowieso. „Nö, ich bin doch schon alt“, antwortete wie der 81-jährige Wolfgang Spier auch der 67-jährige „Traumschiff“-Produzent Wolfgang Rademann auf die Frage, ob er Angst vorm Alter habe. Um fit zu bleiben, esse er Knoblauch, sonst mache er nichts weiter. Auch Schauspieler Peter Schiff bekundete, keine Angst vorm Alter zu haben – „vielleicht kommt das noch“, sagte der 79-jährige. hema

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