AUS DEM GERICHT : AUS DEM GERICHT

Libyscher Geheimagent

zu Bewährungsstrafe verurteilt



Ein inoffizieller Mitarbeiter des libyschen Geheimdienstes ist zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Kammergericht sprach den 46-jährigen Omar K. am Dienstag der Agententätigkeit schuldig. Der Libyer hatte vom Mai 2010 bis zu seiner Verhaftung vier Monate später in Berlin und Sachsen-Anhalt Material über in Deutschland lebende libysche Oppositionelle gesammelt. So händigte er seinem libyschen Auftraggeber bei einem Treffen im Europacenter ein Notizbuch mit Informationen über einen Landsmann aus. Für seine Dienste kassierte der geständige Elektromechaniker 3000 US-Dollar. Sein mutmaßlicher Führungsoffizier, der europaweit ein Netz von Mitarbeitern geführt haben soll, wurde im Januar zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. K.G.

Brüder nach Raubserie

auf Supermärkte vor Gericht

Neun Raubüberfälle auf Supermärkte hat ein 23-jähriger Mann aus Neukölln vor dem Landgericht gestanden. Er habe seinen mitangeklagten 19-jährigen Bruder zu den Überfällen überredet, sagte er. Zwischen Februar 2009 und Oktober 2010 sollen die Geschwister Angestellte der Geschäfte mit Waffen bedroht und insgesamt mehr als 30 000 Euro erbeutet haben. Der ältere Bruder sagte, er sei aufgrund von Mietschulden auf die Idee gekommen. Meist waren sie am Abend aufgetaucht und hatten ihre Opfer gezwungen, die Tresore zu öffnen. In einigen Fällen wurden Angestellte geschlagen und gefesselt. Ein Mann erlitt durch einen Schlag mit einer Pistole eine Platzwunde am Kopf. Einige Opfer leiden bis heute unter Schlafstörungen. Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt. K.G.

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