AUS DEM GERICHT : AUS DEM GERICHT

Den Sohn eingesperrt:

Vater erneut vor Gericht



Die Wohnung glich einem Käfig und war vermüllt: 15 Monate lang soll ein Vater seinen erwachsenen, psychisch kranken Sohn eingesperrt haben. Der 68-jährige Ingenieur muss sich seit Mittwoch wegen Freiheitsberaubung verantworten. Über seine Verteidigerin wies der Neuköllner die Vorwürfe zurück. Er habe immer versucht, dem Sohn zu helfen, sei allerdings manchmal überfordert gewesen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Vater seinen Sohn im Herbst 2007 in eine Wohnung in der Erkstraße gebracht hatte. Als Polizisten im Februar 2009 die Tür öffneten, waren sie entsetzt: Müll und Dreck überall, an der Tür des einzigen Zimmers fehlte innen die Klinke, Fenstergriffe waren abmontiert, die Scheiben verklebt. Ein erster Prozessanlauf war vor einem Jahr geplatzt. K.G.

Posträuber muss für

zehn Jahre hinter Gitter

Ein Bankräuber, der zwei Überfälle auf dieselbe Postbankfiliale in Charlottenburg verübt hatte, muss für zehn Jahre hinter Gitter. Unglaublich dreist seien der 31-jährige Dean A. und sein Mittäter vorgegangen, hieß es im Urteil. Die Männer hatten 2009 insgesamt 300 000 Euro erbeutet. Mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusswaffe hatte A. Angestellte und Bankkunden bedroht. Die Opfer seien in Todesangst versetzt, eine Frau auch geschlagen worden, sagte der Richter. Die psychischen Folgen seien gravierend gewesen. Der vorbestrafte A. hatte ein Geständnis abgelegt. Seinen Anteil an der Beute will er „verspielt und für Reisen, Auto und Kokain verplempert“ haben. K.G.

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