Ausgrenzung : Antidiskriminierungsstelle beschlossen

Der Senat hat die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle beschlossen. Ziel sei es, Diskriminierungen von Menschen entgegenzutreten und für Chancengleichheit zu sorgen, sagte Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner.

Berlin - Die bei der Sozialverwaltung angesiedelte Behörde soll bestehende Beratungsangebote in den Bezirken bündeln, die Arbeit koordinieren, Diskriminierungsfälle dokumentieren und Fortbildungen organisieren. Für Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, Alters, der ethnischen Herkunft, des Glaubens, der sexuellen Identität oder einer Behinderung, dürfe es keine Toleranz geben, betonte Knake-Werner (Linkspartei/PDS).

Sie sei überzeugt, dass viele Menschen sich diskriminiert fühlten, aber nicht wüssten, wie sie sich dagegen wehren könnten. Die Stelle werde deshalb über die neuen Möglichkeiten aufklären, die sich aus dem 2006 bundesweit in Kraft getretenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ergäben. Zugleich sollten die Menschen ermutigt werden, ihre Rechte in Anspruch zu nehmen.

Nach Angaben der Senatorin werden Flyer und eine Broschüre zu Hilfsangeboten vorbereitet. Auf die Einrichtung der Behörde mit ihren derzeit fünf Mitarbeitern hatte sich Rot-Rot im Koalitionsvertrag verständigt. Um Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts kümmere sich weiterhin die Frauenverwaltung, die lange Erfahrungen in diesem Bereich habe, sagte Knake-Werner. Es werde eine enge Zusammenarbeit angestrebt. (tso/ddp)

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