Berlin : Ausstiegsklausel für Tempelhof

Käufer wollen Flughafen nur bis Ende 2005 betreiben

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Die Entscheidung zur Privatisierung des Flughafens Schönefeld soll bis Ende dieser Woche fallen. Ein Ultimatum des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) war am Freitag, wie berichtet, erfolglos verstrichen. Inzwischen nehmen die Stimmen zu, die auch ein Scheitern der Verhandlungen mit dem potenziellen Käuferkonsortium um IVG und Hochtief nicht ausschließen.

Das Konsortium beharrt dem Vernehmen nach darauf, aus dem Projekt wieder auszusteigen, wenn die Finanzierungsrechnung nicht aufgeht. Auch für den defizitären Flughafen Tempelhof will das Konsortium nach TagesspiegelInformationen eine besondere Ausstiegsklausel. Demnach wollen die Käufer den zur Schließung vorgesehenen Flughafen nur maximal bis Ende 2005 betreiben. Sollte das Schließungsverfahren bis dahin nicht abgeschlossen sein, hätten Berlin, Brandenburg und der Bund den Flughafen – und die Verluste – dann wieder am Hals.

Ein weiteres Spitzengespräch zur Privatisierung ist dem Vernehmen nach für diese Woche nicht mehr vorgesehen. kt

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