• Auto-Führerschein mit Tram-Erfahrung West-Fahrschüler sollen im Ostteil Umgang mit Straßenbahn lernen

Berlin : Auto-Führerschein mit Tram-Erfahrung West-Fahrschüler sollen im Ostteil Umgang mit Straßenbahn lernen

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Fahrlehrer sollen jetzt auch bei der Straßenbahn lernen. Und Fahrschüler müssen in Zukunft damit rechnen, dass sie viel häufiger als bisher auf Straßen fahren müssen, die sich Autos mit der Tram teilen. Auch bei der Prüfung sollen Fahrschüler aus den westlichen Bezirken, in denen es keine Straßenbahnen gibt, häufiger durch „TramDomänen“ fahren. So will die BVG die Unfallzahlen mit Straßenbahnen senken. Die BVG hat jetzt mit dem Fahrlehrer-Verband einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die 822 organisierten Fahrlehrer müssen ab 2004 eine Pflichtfortbildung bei der Straßenbahnfahrschule absolvieren.

„Im Umgang mit der Straßenbahn gibt es erhebliche Defizite auch bei Fahrlehrern“, sagte gestern der Vorsitzende des Verbandes, Peter Glowalla. Und viele Autofahrer aus den westlichen – straßenbahnfreien – Bezirken trauten sich nicht in den Osten der Stadt, weil dort Gleise auf den Fahrbahnen liegen. Auch die Prüfer vom Tüv wollten sich an dem Programm beteiligen, kündigte der Leiter der Berliner Prüfstelle, Rainer Hähnel, an. Das neue Straßenbahnwissen sollen die Fahrlehrer dann an ihre Schüler weitergeben, so Glowalla. Bei Unfällen haben Straßenbahnen nach Angaben von BVG-Chef Andreas Graf von Arnim nur einen geringen Anteil. 370 Mal am Tag krache es bei Autos, 2,5 Mal dagegen bei der Tram. Ein großes Ärgernis seien oft aus Unwissenheit zugeparkte Gleise

Wenn man die Straßenbahn richtig einschätzen könne, werde es auch weniger Unfälle mit Fußgängern geben, ist Glowalla überzeugt. Fünf Fußgänger wurden bei Unfällen 2002 getötet, zwei Kinder starben in einem Auto, das der Tram die Vorfahrt genommen hatte. In diesem Jahr gab es bisher vier tödliche Fußgänger- Unfälle. kt

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