Berlin : Baby gebissen und geschlagen: Mutter muss ins Gefängnis

Sie brach ihrem Baby das Bein, biss es mehrfach und schlug den Kopf des Kindes gegen ein Möbel. Davon waren die Richter im Prozess gegen eine 42-jährige Mutter überzeugt. Birte E. habe ihren fünf Monate alten Sohn roh misshandelt und gequält, urteilte am Dienstag das Landgericht und verhängte eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gegen die zweifache Mutter aus Prenzlauer Berg. Die Frau sei „derzeit eine Gefahr für ihre Kinder“.

Birte E. kann oder will sich nicht an das erinnern, was im Dezember in ihrer Wohnung geschah. Sie habe ihren Sohn „nicht bewusst verletzt“, ließ sie über ihren Verteidiger erklären. Möglicherweise sei es ein Unfall gewesen. Doch da nur sie allein als Verursacherin infrage komme, übernehme sie auch die Verantwortung. „Durch einen Sturz können diese schweren Verletzungen nicht entstanden sein“, befand das Gericht. Das sei vorsätzlich geschehen – in „gefühlloser Gesinnung“. Ihre Söhne, heute ein und drei Jahre alt, leben seit jener Nacht, in der sie dem Jüngeren den Schädel gebrochen hatte, bei Pflegefamilien. Sie wolle eine „gute Mutter sein“ und an sich arbeiten, beteuerte die Angeklagte. Die Gewalt ging aus ihrer Sicht auf Überforderung, Drogen und psychische Probleme zurück. K.G.

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