Berlin : Babyboom im Tierpark - der vierte kleine Elefant

hema

Schon wieder ein kleiner Elefant im Tierpark Friedrichsfelde: Über 100 Kilo schwer und etwa einen Meter hoch ist der vierte Dickhäuter, der dort am Freitag gegen 2 Uhr 20 geboren wurde. Nach dem seit 1999 dreifachen afrikanischen Elefantenglück mit "Matibi, "Tutume" und "Tana" ist es erstmals asiatischer Nachwuchs. Gezeugt haben ihn "Kewa" und "Ankhor" aus Burma, beide 18 Jahre alt und damit im besten Elefantenalter, das in der Natur bis 40, im Zoos schon mal bis 60 Jahre gehen kann.

"Kewas" jüngster Nachwuchs, ihr erster wurde 1998 tot geboren, stellte sich gestern kurz nach seiner Geburt schon auf die langen Beine. Da "Kewa" dagegen relativ kurze hat, muss ihr Junges nicht auf eine Kiste gehievt werden wie 1999 "Tutume", um an die Milch seines Muttertiers zu gelangen.

Das asiatische Elefantenbaby hatte gestern gegen 7 Uhr ganz andere Probleme: Beim ersten gierigen Saugen an der Mutterzitze wusste es nicht, wohin mit seinem langen Rüssel. Vier Stunden lang versuchte man dem täppischem Winzling klarzumachen, dass es den beim Trinken nach hinten klappen muss. "Richtig hat sie das noch nicht kapiert", sagte gestern Joachim Kormann im Tierpark, "jetzt quetscht sie ihren Rüssel beim Trinken zur Seite, das sieht urkomisch aus." Der Zoologe war begeistert. "Einfach herrlich, ein süßes Ding, ganz wollig und voller Lebenswillen", schwärmte er geradezu von der jüngsten Tierparkbewohnerin, die die Elefantenherde auf 16 Tiere vergrößert.

Sehen kann man die kleine Elefantin noch nicht. Augenblicklich genießt sie mit "Kewa" im Tierpark "Mutter- und Kindschutz" - damit sie Ruhe haben, ist das Elefantenhaus vorübergehend geschlossen. Haben doch Dickhäuter nervlich keine allzu dicke Haut, sind sensibel und leicht aufzuregen. Wenn die putzmuntere kleine Asiatin aber weiterhin so gute Fortschritte macht, können die Berliner ihr nächste Woche einen ersten Antrittsbesuch machen.

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