Berlin : Beim Landeanflug auf Tegel verstorben

Mann lag bei Turkish-Airlines-Flug stundenlang am Boden

-

Tragischer Vorfall beim Flug nach Berlin: An Bord einer Maschine der Turkish Airlines ist gestern Nachmittag ein Mann offenbar nach stundenlangem Überlebenskampf im Landeanflug auf den Flughafen Tegel an Herzversagen verstorben. Der Deutsche hinterlässt eine Frau und ein neun Monate altes Kind. Die Pressesprecherin der Berlin Flughafen Holding, Rosemarie Meichsner, bestätigte am späten Abend entsprechende Informationen eines Lesers. Die herbei gerufenen Mediziner konnten in der Maschine nur noch den Tod des Passagiers feststellen, sagte Frau Meichsner auf Nachfrage.

Nach den Schilderungen des Augenzeugen begann der Flug von Istanbul nach Tegel normal. Dann aber habe ein Passagier heftig nach Atem gerungen. Dem Mann sei es so schlecht gegangen, dass er seinen Sitzplatz verließ und sich längere Zeit auf dem Gang ausstreckte. Um den Passagier kümmerte sich eine anderer Fluggast, offenbar eine Frau, die medizinische Kenntnisse besitzt. Die Flugbegleiter haben sich offenbar nicht zu helfen gewusst. Auch einen Defibrillator, mit dem die Herztätigkeit wieder angeregt werden kann, habe es an Bord der Maschine nicht gegeben, so die Aussage des Augenzeugen.

Natürlich haben die Piloten im Cockpit Kenntnis von dem Geschehen an Bord gehabt: Offensichtlich „gab der Pilot Gas“, so der Leser, denn das Flugzeug landete etwa eine Stunde früher als planmäßig. Warum aber die Piloten wegen des äußerst ernsten Gesundheitsszustandes des Mannes den Flug nicht unterbrachen und zwischenlandeten, konnten sich die Passagiere nicht erklären. „Aber der Mann am Boden hat dem Personal gegenüber stets betont, so schlimm stünde es nicht um ihn, sie sollten ruhig weiterfliegen.“ Beim Sinkflug war der Passagier, der offenbar einen Herzanfall erlitt, blau angelaufen und möglicherweise schon nicht mehr am Leben. Die Leiche des Fluggastes wurde ersten Erkenntnissen zufolge ins Humboldt-Krankenhaus gebracht.

Bei anderen Fluggesellschaften gehören Defibrillatoren zum obligatorischen Zubehör an Bord. kög

0 Kommentare

Neuester Kommentar