Berlin : Bello-Dialog findet Nachahmer Bürger sollen bei Projekten mehr mitreden

Das Prinzip „Bello-Dialog“ macht Schule. Nach dem aus Sicht der Organisatoren erfolgreichen Start der moderierten Diskussion zwischen Bürgern und politischen Entscheidern zum Hundegesetz erwägt das Land jetzt auch in anderen kontroversen Themengebieten ähnliche Kooperationsprojekte. Das sagte Volker Hassemer, Ex-Senator und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zukunft Berlin, dem Tagesspiegel am Montag. So soll „demnächst“ eine moderierte Diskussion zwischen Bürgern, Regierung und Stadtplanern zur Zukunft des Friedrichshain-Kreuzberger Areals zwischen Jannowitz- und Schillingbrücke beginnen, wie Anett Szabó sagte, die bei der Stiftung Zukunft derartige Projekte betreut.

Die Stiftung hat zusammen mit der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz die „Bello-Dialog“ genannte Evaluationsrunde zum Hundegesetz organisiert. Bis Anfang 2013 soll das Gremium, das am gestrigen Montag erneut tagte, in moderierten Gesprächsrunden Anregungen für ein besseres Zusammenleben von Mensch und Hund in der Stadt erarbeiten. Die Ergebnisse des Bello-Dialogs sollen voraussichtlich vor der Sommerpause 2013 ins Parlament eingebracht werden. Die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz ist vom bisherigen Verlauf der Hunde-Evaluation „sehr beeindruckt“, wie Sprecherin Claudia Engfeld sagt, die Diskussionen in den Arbeitsgemeinschaften seien „sehr ernsthaft“.

In ihrem Koalitionsvertrag haben SPD und CDU vereinbart, mit derartigen Projekten „Maßstäbe bei Bürgernähe“ setzen zu wollen. So ist auch geplant, bei der Parkraumbewirtschaftung die Betroffenen stärker einzubeziehen. lvt

Bello-Dialog online: www.berlin.de/sen/verbraucherschutz/tierschutz/gefahrenabwehr/hundegesetz/

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