BER-Legoland : Spatenstich für einen neuen Flughafen

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ECHT GEMEIN

Da ist den Aufsichtsräten des neuen Großflughafens BER dieser Tage doch tatsächlich eine Einladung auf den Tisch gekommen, die ein bisschen gemein ist. Ob sie nicht zur Grundsteinlegung des neuen Berliner Flughafens kommen möchten – und zwar ins Legoland Discovery Centre, wurden Klaus Wowereit und Frank Henkel gefragt. Und? „Nein, bislang haben die beiden nicht zugesagt“, heißt es am Potsdamer Platz, wo der kleine BER-Ableger ab Sonntagmorgen im Discovery Centre entsteht. Geplanter Fertigstellungstermin ist im Frühjahr 2013. „Damit sind wir zuversichtlich, noch vor dem richtigen Flughafen unseren Betrieb aufnehmen zu können“, sagt eine Legoland-Sprecherin ziemlich ernst.

STEIN FÜR STEIN

Der neue Flughafen besteht aus 100 000 bunten Lego-Steinen, was die Vorstellungskraft eines normalen Menschen, der früher vielleicht zwei Kramkisten davon im Kinderzimmer hatte, etwas übersteigen dürfte. Der BER-Ableger wird ein großes Terminal haben, Fluggaststeige, einen Kontroll-Tower sowie beleuchtete Start- und Landebahn, teilten die Bauherren am Dienstag mit. Später einmal werden zwei Boeing-Flugzeuge unterwegs sein – allerdings nicht rund um die Uhr. „Bei uns gilt Nachtflugverbot“, sagt die Sprecherin, ganz so wie in Schönefeld.

DER BAUHERR

Oberster Bauleiter ist ein Mann namens Pascal Lenhard, der zwar vielleicht nicht so viel Erfahrung hat mit Flughafenbauten wie der neue BER-Planer Horst Amann, aber doch ganz gut organisiert scheint: Er hat das Berliner Stadtschloss gebaut – und zwar aus 400 000 Legosteinen. Dieses Modell entstand im Größenverhältnis 1:60 in rund fünf Monaten.

DER STARTPLATZ

Der Zutritt zum Legoland Discovery Centre ist nicht ganz günstig, der Preis beträgt immerhin 16 Euro an der Kasse – online gibt es die Karten allerdings schon mal für die Hälfte. Öffnungszeiten von 10 bis 19 Uhr, das Legoland befindet sich an der Potsdamer Straße 4. Während der Bauphase wird der Flughafen aber selten zu sehen sein, sagte eine Sprecherin. Einen spektakulären Miniatur-Flughafen gibt es bereits in Berlin, gar nicht weit entfernt – und zwar in der Ausstellung „Loxx“ in der Alexa. Die dortigen Maschinen heben sogar in die Wolken ab. Wer sich das mal anschauen will, hat täglich von 10 bis 20 Uhr die Möglichkeit.

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