Berlin-Besuch des US-Präsidenten : Hauptstadt-Unis konkurrieren um Barack Obama

US-Präsident Barack Obama kommt im Juni nach Berlin - und die Universitäten der Hauptstadt buhlen um ein kleines Stückchen Aufmerksamkeit.

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Die Kinder einer Vorschule in Baltimore durften sich bereits über den Besuch des US-Präsidenten freuen. Foto: dpa
Die Kinder einer Vorschule in Baltimore durften sich bereits über den Besuch des US-Präsidenten freuen.Foto: dpa

Sowohl die Freie Universität als auch die Humboldt-Universität laden den amerikanischen Präsidenten Barack Obama zu einem Besuch während seines Berlinaufenthalts ein. Das gaben die Präsidenten der Universitäten Peter-André Alt und Jan-Hendrik Olbertz in den jeweiligen Sitzungen der Akademischen Senate bekannt. Obama kommt am 18. und 19. Juni im Anschluss an den G-8-Gipfel in Nordirland zu einem Arbeitsbesuch nach Berlin. Ob er eine große öffentliche Rede halten wird, ist noch nicht bekannt, auch nicht, ob eine Berliner Uni dafür in Frage käme. Die HU wünscht sich, dass Obama in ihrer Reihe „Humboldt-Reden zu Europa“ spricht. In der Reihe sind auch schon EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgetreten. Würde er es wollen, hätte die HU den Vorzug ihres Standorts im Herzen Berlins, sie symbolisiert auch die Überwindung des Ost-West-Konflikts.

Unterwegs mit Barack Obama
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Die FU, 1948 mit amerikanischer Hilfe gegründet, steht hingegen für die Tradition deutsch-amerikanischer Freundschaft. Bei ihrer Einladung denkt die FU aber besonders an den Besuch John F. Kennedys, der sich am 26. Juni zum 50. Mal jährt. Kennedy kam in einem offenen Wagen nach Dahlem, begleitet von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt. Kennedy sprach damals unter freiem Himmel an dem mit amerikanischen Spenden gebauten Henry-Ford-Bau vor 20 000 Zuhörern. Am Vortag hatte Kennedy seine berühmte Rede („Ich bin ein Berliner!“) am Rathaus Schöneberg gehalten. Sollte Obama die Einladung der FU annehmen, würde er die Kontinuität der Beziehungen betonen.

Die Anfragen der Unis werden von der US-Botschaft ans Weiße Haus geleitet. Die TU teilte auf Anfrage mit, sie plane bisher nicht, Obama einzuladen.

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