Berlin-Tempelhof : Polizei droht mit Schusswaffe - da gibt der Randalierer auf

Mit Glasflasche und Dönermesser - ein Angetrunkener verletzte einen jungen Mann in einem Imbiss in Tempelhof. Doch diesmal muss die Polizei nicht schießen.

Lisa McMinn
Foto: dpa/Patrick Pleul

Ein Angetrunkener, der randaliert und sich bewaffnet vor die Polizei stellt - fast war es wie in der vergangenen Woche, als die Polizei in Reinickendorf einen Mann niedergeschossen hat, weil der partout das Messer nicht senken wollte (was zudem noch einen politischen Streit ausgelöst hat). Doch diesmal ging der Einsatz glimpflich aus.

Wie die Polizei am Morgen mitteilte, ereignete sich der Einsatz in der Nacht zu Donnerstag in einem Imbiss in der Tempelhofer Manfred-von-Richthofen-Straße. Dort hatte ein angetrunkener 62-Jähriger in der Nacht zu Donnerstag einen jungen Mann mit einer zerbrochenen Bierflasche verletzt und mit einem Dönermesser bedroht. Der Täter verletzte den 21-Jährigen mit der scharfen Glasflasche am Hals. Als die Polizei im Imbiss eintraf, schnappte der Mann sich ein Dönermesser. Erst nachdem die Beamten drohten zu schießen, ließ der 62-Jährige die Waffe fallen. Der Mann wurde daraufhin festgenommen.

Stunden zuvor war der Mann schon mal auf der Polizeiwache

Nicht zum ersten Mal an diesem Tag: Als der Mann auf der Wache eintraf, stellten die Beamten fest, dass er am Nachmittag schon einmal zu Gast war. Die Wunden des Opfers wurden ambulant in einem nahgelegenen Krankenhaus versorgt.

Vergangene Woche reagierte eine Neuköllner Wirtin besonders schnell: als ein Räuber mit Schreckschusspistole ihre Kneipe betrat, wehrte sie sich mit einem Baseballschläger.

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